An einem Gymnasium in Bayreuth sind in einem Chemieschaukasten gefährliche Substanzen entdeckt worden. Nach Angaben der Polizei wurden drei Gefäße anschließend in einem Erdloch auf einer Wiese nahe der Schule kontrolliert gesprengt.
Ausgelöst wurde der Einsatz, nachdem ein Sicherheitsbeauftragter der Schule die Chemikalien gefunden und die Polizei informiert hatte. Nach Angaben des Kultusministeriums sollte die Chemiesammlung der Schule umziehen. Bei den Vorbereitungen sei entdeckt worden, dass eine Substanz überprüft werden müsse.
Spezialkräfte kamen zu der Einschätzung, dass die Stoffe altersbedingt instabil geworden waren. Nach Polizeiangaben handelte es sich um alkoholische Lösungsmittel, die durch die lange Lagerung teilweise eingetrocknet und bereits auskristallisiert waren. Dadurch seien sie stoßempfindlich geworden und hätten nicht mehr sicher transportiert oder gehandhabt werden können.
Ein gefahrloser Abtransport war deshalb nicht möglich. Stattdessen mussten die Behälter auf einem abgesicherten Gelände gesprengt werden. Anwohner waren gebeten worden, Fenster und Türen geschlossen zu halten.
Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte befanden sich wegen der bayerischen Pfingstferien nicht im Schulgebäude. Auch das nahe gelegene Bayreuther Volksfest wurde laut Polizei durch den Einsatz nicht beeinträchtigt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion