Die Deutsche Bahn will gerichtlich gegen einen Beschluss der Bundesnetzagentur vorgehen. Danach soll sie auf hochbelasteten Strecken im Fernverkehr künftig mehr Kapazitäten für konkurrierende Anbieter freimachen. Aus Bahnkreisen hieß es, die für die Infrastruktur zuständige Tochter DB InfraGo bereite dafür ein Eilverfahren vor.
Die Bahn hält die Vorgabe für problematisch. Aus Sicht des bundeseigenen Unternehmens dürfte die Zahl der Konflikte um einzelne Trassen und bestimmte Zeitfenster deutlich zunehmen. Daraus könnten sowohl rechtliche als auch praktische Probleme bei der Bewirtschaftung und Vergabe der verfügbaren Kapazitäten entstehen.
Italo plant Einstieg in den deutschen Fernverkehr
Die Bundesnetzagentur hatte am 17. Juli entschieden, dass DB InfraGo auf stark ausgelasteten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss. Betroffen sind Korridore mit festgelegten Kapazitätsobergrenzen, wie sie unter anderem für die Bahnknoten München und Frankfurt vorgesehen sind.
Hintergrund der Regelung ist der geplante Markteintritt des italienischen Eisenbahnunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehr. Das Unternehmen peilt einen Start ab 2028 an.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber