Jagdfeld will Berliner Hotel Adlon für mindestens 280 Millionen Euro verkaufen
Die Immobiliengruppe Jagdfeld plant den Verkauf des traditionsreichen Hotels Adlon am Pariser Platz in Berlin. Voraussetzung dafür ist jedoch die Zustimmung der Anleger. Als Mindestpreis sind 280 Millionen Euro vorgesehen.
Wie die Immobilien-Zeitung berichtet, gehört das Hotel zum Fundus-Fonds 31, der von der Jagdfeld-Gruppe verwaltet wird. Das Unternehmen bestätigte den Vorgang auf Anfrage. Demnach befindet sich der Fonds mit dem Adlon im Besitz von rund 4.000 Eigentümern, überwiegend privaten Anlegerinnen und Anlegern. Viele von ihnen seien inzwischen in einem Alter, in dem sie sich von ihren Beteiligungen trennen möchten.
Nach Angaben der Gruppe kommt ein Verkauf den Interessen der Investoren am ehesten entgegen. So könne der höchstmögliche Preis erzielt werden. Zugleich betont Jagdfeld, man befinde sich in der komfortablen Lage, diesen Schritt freiwillig und aus eigener Entscheidung gehen zu können und Deutschlands berühmtestes Hotel in neue Hände zu geben.
Den Gesellschaftern wurde laut Bericht vorgeschlagen, den Fonds zu liquidieren und das Hotel nicht unter einem Preis von 280 Millionen Euro zu veräußern. Die Abstimmung darüber läuft bereits. Notwendig ist eine Mehrheit von 75 Prozent der abgegebenen Stimmen. Falls sich die Anleger für den Verkauf entscheiden, soll anschließend ein strukturiertes Bieterverfahren mit einem internationalen Makler starten.
Für Hotelgäste hätte ein Eigentümerwechsel zunächst keine unmittelbaren Folgen. Nach Angaben von Jagdfeld läuft der Pachtvertrag mit dem Betreiber Kempinski noch bis Ende 2032.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber