Wetter

Unwetter-Chaos in Bayern – Bäume stürzen, Keller voll

Sturmböen, Chaos, Verletzte: Bayern erlebt das nächste Wetter-Drama – und schon heute drohen neue heftige Gewitter.

31.05.2026, 12:33 Uhr

Wetterumschwung sorgt in Bayern für zahlreiche Einsätze

Nach der Hitzewelle hat ein abrupter Wetterwechsel am Wochenende in mehreren Teilen Bayerns für viele wetterbedingte Einsätze gesorgt. Kräftige Gewitter mit Starkregen und teils stürmischen Böen ließen Bäume umstürzen, beschädigten Autos und führten zu Verkehrsbehinderungen, wie mehrere Polizeipräsidien mitteilten. In Niederbayern wurden zudem zwei Menschen leicht verletzt, als sich ein Balken von einem Kirchengerüst löste.

Besonders betroffen war unter anderem Oberfranken. Im Landkreis Bamberg stürzten bei Rattelsdorf mehrere Bäume auf die Bundesstraße 4. Die Straße musste vorübergehend vollständig gesperrt werden, bis die Einsatzkräfte die Fahrbahn geräumt hatten.

Auch in Bayreuth hinterließ das Unwetter deutliche Schäden. Im Osten der Stadt wurde am Samstagnachmittag ein rund 15 Meter hoher Baum entwurzelt und fiel auf fünf geparkte Fahrzeuge. Der entstandene Schaden wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt. In einem weiteren Fall wurde ein umgestürzter Baum zwei Autos zum Verhängnis. Außerdem mussten Polizei und Feuerwehr wegen einer beschädigten Gartenhütte sowie eines vom Balkon gewehten Blumentopfs ausrücken. Nach aktuellem Stand wurde niemand verletzt.

Gerüstteil trifft Ehepaar in Niederbayern

Im Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern kam es laut einem Sprecher zwischen Samstagnachmittag und Samstagabend zu mehr als 100 Einsätzen wegen des Wetters. Ein Schwerpunkt lag demnach im Raum zwischen Straubing und Passau. Dort brachen Äste ab, Verkehrsschilder kippten um und Straßen standen zeitweise unter Wasser.

Wetter in Bayern
Zweige und Äste fielen auf Straßen. Quelle: Pia Bayer/dpa

In Bogen im Landkreis Straubing-Bogen wurde ein Ehepaar leicht verletzt. Nach Polizeiangaben fiel ein Balken von einem Gerüst an einer Kirche herab und traf die beiden am Kopf beziehungsweise an der Schulter. Sie erlitten Platzwunden.

Auch der Bahnverkehr blieb nicht verschont. Nach Angaben einer Bahnsprecherin kam es in der Region vereinzelt zu Behinderungen. Am Abend fiel der Zugverkehr zwischen Fürstenzell im Landkreis Passau und Passau zeitweise aus. Als Ersatz wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

Im unterfränkischen Geiselwind im Landkreis Kitzingen schlug bereits am Samstagmorgen ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Die Polizei geht jedoch von einem Sachschaden in Höhe von mehreren Tausend Euro aus.

DWD warnt weiter vor schweren Gewittern

Die zuvor schwülwarme Luft wurde am Wochenende von teils kräftigen Gewittern abgelöst, die regional Unwetterstärke erreichten. Auch am heutigen Tag bleibt das Wetter nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wechselhaft. Nach anfänglich sonnigen Abschnitten rechnen die Meteorologinnen und Meteorologen vielerorts erneut mit unbeständigen Verhältnissen.

Vor allem für die Oberpfalz und Mittelfranken warnte der DWD ab Mittag vor schweren Gewittern. Möglich seien Blitzeinschläge, Hagel, Sturmböen von bis zu 110 Kilometern pro Stunde sowie heftiger Regen mit Mengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit.

Zum Start in die neue Woche wird jedoch eine leichte Beruhigung erwartet. Zwar beginnt der Montag in vielen Regionen noch mit Wolken und Regen, im Tagesverlauf soll sich die Wetterlage aber zunehmend entspannen. Vor allem in Schwaben und im westlichen Bayern werden wieder längere sonnige Phasen erwartet – bei etwas niedrigeren Temperaturen als zuletzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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