Wetter

Offiziell: Bayern steht ein Hitze-Sommer bevor

Bayerns Sommer 2026 sprengt alle Rekorde: In jedem Regierungsbezirk war es heißer als je zuvor – teils sogar wärmer als 2003.

15.09.2026, 18:24 Uhr

Bayerns Sommer bringt neue Hitze-Bestmarken

Der Sommer in Bayern hat nach offiziellen Angaben mehrere Rekorde erreicht. Wie das Landesamt für Umwelt mitteilte, wurden in allen sieben Regierungsbezirken neue Temperaturhöchstwerte registriert. Zudem gab es so viele heiße Tage wie noch nie seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen.

Nach Daten des Deutschen Wetterdienstes lag die Durchschnittstemperatur von Juni bis August bei etwa 20 Grad. Das waren mehr als drei Grad über dem Mittel der Jahre 1971 bis 2000. Damit war der Sommer so warm wie seit 2003 nicht mehr. In Schwaben sowie in Ober- und Niederbayern lagen die Durchschnittswerte sogar über denen des damaligen Rekordsommers. Gleichzeitig fiel im Freistaat rund ein Drittel weniger Regen als üblich.

Oberfranken am wenigsten betroffen

Im Landesdurchschnitt wurden gut 26 Hitzetage mit Temperaturen von mehr als 30 Grad gezählt. Laut Landesamt ist das der höchste Wert seit 1951. Dazu kamen sechs Tage mit mehr als 35 Grad. Die höchsten Temperaturen wurden am 26. und 27. Juni in Kitzingen in Unterfranken gemessen: jeweils 40,8 Grad. Damit wurde in Bayern erstmals die Marke von 40 Grad überschritten.

Am heißesten war Unterfranken mit 31 Hitzetagen. Weniger als 20 solcher Tage gab es lediglich im höher gelegenen Oberfranken.

Sommer auch deutlich zu trocken

Von Juni bis August fielen im Mittel nur etwa 210 Liter Regen pro Quadratmeter. Das entspricht etwas mehr als zwei Dritteln des langjährigen Durchschnitts von 1971 bis 2000. Nach Einschätzung des Landesamts zählt der Sommer 2026 damit zu den neun trockensten Sommern in Bayern seit Beginn der Messreihe im Jahr 1931.

LfU-Vizepräsident Ralph Neumeier betonte, besonders problematisch sei das Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Wenn über längere Zeit Niederschläge ausbleiben und hohe Temperaturen zugleich die Verdunstung verstärken, trocknen Böden aus und die Wasserstände gehen zurück.

Der Sommer 2026 fügt sich damit in einen längerfristigen Trend ein: höhere Sommertemperaturen und gleichzeitig weniger Niederschlag. Temperaturmessungen gibt es in Bayern flächendeckend bereits seit dem 19. Jahrhundert, andere Wetterdaten wie Niederschlag, Hitzetage oder Sonnenscheindauer werden jedoch erst seit später systematisch erfasst.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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