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Bayern-Schock: Nur 17 mm Regen im April

Schock-Zahlen zur Bayern-Dürre: Der Frühling war extrem trocken – jetzt zeigen neue Daten, wie ernst die Lage wirklich ist.

06.05.2026, 16:12 Uhr

Trockenheit sorgt in Bayern bereits für erste Niedrigwasserlagen

Die anhaltende Trockenphase im April hat in mehreren Teilen Bayerns schon früh im Jahr zu niedrigen Wasserständen geführt. Nach Angaben von Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) fiel im April 2026 im Freistaat im Durchschnitt nur ein Flächenniederschlag von 17 Millimetern. In den vergangenen Wochen habe es damit deutlich zu wenig geregnet, sagte Glauber in München bei der Vorstellung des aktuellen Berichts des Niedrigwasser-Informationsdienstes.

Dem Bericht zufolge weisen derzeit rund 90 Prozent der Messstellen an Fließgewässern niedrige Wasserführung auf. Auch bei den oberflächennahen Grundwasser-Messstellen und Quellen liegen 67 Prozent im niedrigen Bereich. Zudem wurden an fast 30 Prozent der beobachteten Seen und Speicher für die Jahreszeit zu niedrige Pegel festgestellt, bei knapp 20 Prozent sogar sehr niedrige Werte.

Überleitungssystem soll Nordbayern absichern

Die Behörden verfolgen die Entwicklung laut Glauber genau. Falls erforderlich, soll das bayerische Überleitungssystem eingesetzt werden, um Nordbayern mit Wasser aus dem Süden zu versorgen.

Über den Main-Donau-Kanal und das Fränkische Seenland kann Wasser aus Donau und Altmühl in trockenen Zeiten in die Flusssysteme von Regnitz und Main geleitet werden. Davon profitieren nach Ministeriumsangaben nicht nur Flüsse, Tiere und Pflanzen, sondern auch die Grundwasservorräte in Nordbayern.

Im Jahresmittel werden nach Angaben des Umweltministeriums rund 150 Millionen Kubikmeter Wasser nach Nordbayern umgeleitet. Aktuell sei das jedoch noch nicht in größerem Umfang nötig, weil die Wasserstände dort bislang keine umfangreichere Überleitung verlangten.

Mit Blick auf den Klimawandel rechnet die Staatsregierung künftig mit häufigeren Dürreperioden in Bayern. Eine verlässliche und gleichmäßige Wasserversorgung werde deshalb zunehmend schwieriger. Glauber sagte, die Wasserressourcen stünden dauerhaft unter Druck.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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