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„Verdammt hart“: Johann Lafer redet offen über Krebs

Kein Geschmack, wunde Finger: Johann Lafer enthüllt, wie brutal die Chemo ist – und warum ihn sein offenes Geständnis befreite.

18.07.2026, 13:58 Uhr

Johann Lafer spricht offen über Belastungen seiner Krebstherapie

Fernsehkoch Johann Lafer hat erstmals ausführlicher geschildert, wie stark ihn die Behandlung seiner Krebserkrankung im Alltag einschränkt. Im Gastro-Podcast Rolling Pin Talks sagte der 68-Jährige, die größte Belastung sei für ihn weniger die körperliche Schwäche als vielmehr der Verlust des Geschmacks, Probleme beim Essen und offene Stellen an den Fingern.

Er bezeichnete diese Folgen als äußerst hart und sagte, so etwas wünsche er niemandem.

Bereits im Mai hatte der in Rheinland-Pfalz lebende Lafer öffentlich gemacht, dass er an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Mit der Chemotherapie begann er nach eigenen Angaben schon zu Jahresbeginn. Damals erklärte er, die Krankheit sei zwar nicht heilbar, lasse sich aber kontrollieren.

Besonders schwer falle es ihm, andere darum bitten zu müssen, Speisen zu pürieren, damit er überhaupt essen könne.

Rückzug soll vermieden werden

Lafer berichtete zudem, dass die Chemotherapie deutliche Auswirkungen habe und es gute wie schlechte Tage gebe. Nach mehreren Behandlungszyklen könne er inzwischen besser einschätzen, wann schwierigere Phasen bevorstehen. In solchen Zeiten müsse er Termine absagen. Trotzdem bemühe er sich darum, weiterhin in gewissem Maß präsent zu bleiben, um sich nicht zu sehr zurückzuziehen.

Seinen Angaben zufolge geht es ihm den Umständen entsprechend. Er versuche, optimistisch zu bleiben und den Alltag bewusst wahrzunehmen. Mitleid wolle er nicht, vielmehr wünsche er sich, so akzeptiert zu werden, wie er ist.

Dass er seine Krankheit öffentlich gemacht habe, hänge auch mit den vielen Spekulationen nach einem Auftritt im ZDF-Fernsehgarten zusammen, bei dem sein verändertes Aussehen aufgefallen war. Offen darüber zu sprechen, habe ihn entlastet. Zugleich hoffe er, mit seiner Geschichte vielleicht auch anderen Betroffenen Mut zu machen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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