Elyas M’Barek drehte auf Mallorca – am Ballermann war er privat aber noch nie
Obwohl sein neuer Kinofilm auf Mallorca spielt, hat Elyas M’Barek nach eigenen Worten den Ballermann bislang nie selbst besucht. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte der Schauspieler, dass er während eines viermonatigen Aufenthalts auf der Insel kein einziges Mal in El Arenal gewesen sei.
Zugleich betonte der 44-Jährige, das typische Ballermann-Image halte er inzwischen für überholt. Auch wenn er sich selbst eher als „Team Ibiza“ sehe, habe er durch die Dreharbeiten eine neue Seite Mallorcas kennengelernt. Die Insel sei weit mehr als ihr Party-Ruf und habe landschaftlich viel zu bieten.
Neuer Film spielt mit Mallorca-Klischees
In Bora Dagtekins neuem Film „Der perfekte Urlaub“, der jetzt im Kino läuft, dreht sich vieles um die Lieblingsinsel der Deutschen und die gängigen Touristen-Klischees rund um die Feiermeile. M’Barek übernimmt darin eine der Hauptrollen.
Er zeigte Verständnis dafür, dass viele Einheimische genug davon haben, dass das Ballermann-Bild die Wahrnehmung der gesamten Insel dominiert. Aus seiner Sicht habe Mallorca deutlich mehr Facetten, als dieses einseitige Klischee vermuten lasse.
Kuss-Szene mit Florian David Fitz
Für Gesprächsstoff sorgt auch eine Szene im Film, in der M’Barek seinen Kollegen und Freund Florian David Fitz küsst. Im Interview sagte er, dass er zuvor noch nie einen Mann geküsst habe.
Für ihn sei das vor der Kamera jedoch kein grundlegend anderer Vorgang als eine Kuss-Szene mit einer Frau, die man privat normalerweise ebenfalls nicht küssen würde. Solche Momente gehörten zum Schauspielberuf dazu. Hilfreich sei dabei, wenn man sich kenne und gegenseitig vertraue.

Rückkehr nach München
Nach einer Zeit in New York lebt M’Barek inzwischen wieder in München. Dort habe er sich schon immer wohlgefühlt, sagte der Schauspieler. Zugleich beobachte er, dass sich der Blick vieler Menschen auf die bayerische Landeshauptstadt verändert habe. Gerade mit zunehmendem Alter wüssten heute mehr Leute die Lebensqualität Münchens zu schätzen.
„Zwei verschiedene Planeten“
Einen direkten Vergleich zwischen München und New York hält M’Barek für wenig sinnvoll. Beide Städte seien so unterschiedlich, dass man sie kaum gegeneinander aufwiegen könne. Jede habe ihre eigenen Vorzüge, Nachteile und ihren ganz eigenen Reiz.
Wer beide Orte möge, müsse sich aus seiner Sicht auch gar nicht entscheiden. Beides könne problemlos nebeneinander bestehen – so wie vieles im Leben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber