Taylor Swift spricht offen über Spott, Kritik und ihre Strategien
US-Popstar Taylor Swift hat geschildert, wie sie mit Häme und öffentlicher Kritik umgeht. Bei einem Auftritt vor Publikum im Grammy Museum in Los Angeles sagte die 36-Jährige, dass es ihr gelegentlich sogar Freude bereite, auf Spötteleien mit eigener Ironie zu reagieren. Mit einem Augenzwinkern erklärte sie, sie nutze dabei mitunter Begriffe, die ihre Kritiker erst einmal nachschlagen müssten, bevor sie sich darüber lustig machen könnten.
Swift gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Popmusik. Im Juni wurde sie zudem als jüngste Frau in die Songwriters Hall of Fame in New York aufgenommen. Trotz dieser Erfolge empfinde sie es oft als belastend, wenn Menschen sie absichtlich missverstehen oder ihre Aussagen bewusst verdrehen.
Die Sängerin sagte, sie habe gelernt, dass Erklärungsversuche häufig wenig bringen, wenn sich Menschen gemeinsam über jemanden lustig machten. Wer dann versuche, sich ehrlich und ernsthaft zu äußern, werde oft nur noch stärker verspottet. Für sie sei das auch als Songwriterin eine besondere Herausforderung: Wie könne man sich ausdrücken, wenn jede Aussage verzerrt zurückgespielt werde?
Musik als Grund, weiterzumachen
Im Lauf der Jahre habe sie verschiedene Wege gefunden, mit dieser Situation umzugehen. Eine ihrer Strategien sei, sich selbst daran zu erinnern, dass sie sich bewusst für diesen Karriereweg entschieden habe. Sie könne sich dann sagen, dass sie jederzeit hätte aufhören können, bevor alles so groß und unübersichtlich wurde. Doch sie habe sich dagegen entschieden, weil sie die Musik zu sehr liebe.
Für Swift steht fest: Solange sie weiterhin Musik machen darf, nehme sie auch die Schattenseiten in Kauf. Alles, was damit verbunden sei, lohne sich letztlich aus diesem Grund.
Ihre Songs, so sagte sie, seien für Menschen gedacht, die Musik als Hilfe im eigenen Leben begreifen. Wer erkenne, dass das Veröffentlichen von Herzensprojekten nicht automatisch zu allgemeiner Zustimmung führe und trotzdem weitermache, liebe die Musik aus den richtigen Gründen.
Ein Rat an andere Songwriter
Auch anderen Songwritern gab Swift einen klaren Hinweis mit auf den Weg. Gerade in einer Musikbranche, die sich ständig verändere und oft unruhig sei, könne echte Begeisterung ein Schutz sein. Diese Erfahrung habe sie selbst gemacht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber