Wegen der vollständigen Sperrung des Brennerpasses weist die Tiroler Polizei Lastwagen direkt hinter der Grenze bei Kufstein ab und schickt sie nach Deutschland zurück. Das bestätigte ein Sprecher der Landespolizei.
Für Lkw im Transit gilt während der Sperre ein Einfahrverbot nach Tirol. Fahrer werden an der Grenze kontrolliert und bei geplanter Durchfahrt umgehend zurückgewiesen. So sollen lange Staus auf den Zufahrtsstraßen und Autobahnen verhindert werden.
Nach Angaben des ADAC kommt es dabei vereinzelt zu Diskussionen zwischen Fahrern und Grenzbeamten, was den Verkehr stellenweise etwas bremst. Größere Vorfälle wurden jedoch nicht gemeldet.
Kaum Ausflugsverkehr
Auf bayerischer Seite blieb die befürchtete Staulage bislang aus. Der Verkehr laufe normal, hieß es vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Auch der Ausflugsverkehr hielt sich trotz eines letzten sommerlichen Tages vor den angekündigten Gewittern in Grenzen.
Die Polizei hatte Autofahrer im Vorfeld gebeten, Tirol während der Sperrung weiträumig zu meiden. Damit soll ein Verkehrschaos am zweiten Pfingstferien-Wochenende verhindert werden, das ohnehin als besonders stauanfällig gilt.
Die Vollsperre für den Transitverkehr gilt seit 11 Uhr. In Österreich dauert sie bis 19 Uhr, auf italienischer Seite bis 20 Uhr. Betroffen sind nicht nur die Autobahn, sondern auch alle Ausweich- und Nebenrouten. Grund ist eine Protestaktion auf der Brennerautobahn, bei der Anwohner gegen die hohe Verkehrsbelastung demonstrieren.
Laut Asfinag nutzten im Jahr 2025 fast elf Millionen Pkw und rund 2,5 Millionen Lkw die mautpflichtige Strecke. Damit bleibt der Brenner die wichtigste und am stärksten frequentierte Nord-Süd-Verbindung über die Alpen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion