Stars

Schock um Dolly Parton: Sie ist tot

Schock für Fans: Country-Ikone Dolly Parton ist mit 80 Jahren gestorben – ihre PR-Agentur bestätigt es.

25.08.2026, 20:16 Uhr

Dolly Parton, die ungekrönte Königin der Country-Musik, ist tot. Wie ihr Management der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag (Ortszeit) bestätigte, starb die US-Sängerin im Alter von 80 Jahren in Nashville im Bundesstaat Tennessee. Zur Todesursache wurde zunächst nichts bekannt.

In einem Video auf ihrer Instagram-Seite ließ die Familie mitteilen, die Traurigkeit liege bei den Hinterbliebenen, nicht bei Dolly selbst – sie habe ihr Leben gelebt. Auf ausdrücklichen Wunsch der Künstlerin soll es eine kleine Trauerfeier im engsten Familienkreis geben. Fans wurden gebeten, in den sozialen Medien an sie zu erinnern.

Eine prägende Figur der Country-Musik

Parton gehörte zu jener Generation von Stars, die ähnlich wie Willie Nelson bis ins hohe Alter unermüdlich auf der Bühne standen. Über Jahrzehnte prägte sie die Country-Musik, ihre Karriere galt als außergewöhnlich.

Dolly Rebecca Parton wurde am 19. Januar 1946 in Tennessee geboren. Sie wuchs mit elf Geschwistern in bitterer Armut in einer Ein-Raum-Hütte an der Ostgrenze des Bundesstaats auf. Später sagte sie immer wieder: Wir waren arm wie Dreck. Ihre Herkunft vergaß sie nie. Mit dem Lied Coat of Many Colors setzte sie ihrer Kindheit ein Denkmal: Darin erinnerte sie sich an einen Mantel, den ihre Mutter aus Stoffresten genäht hatte. 2015 wurde dieser Stoff auch verfilmt.

Früher Start und der Weg zum Ruhm

Ihr Talent zeigte sich sehr früh. Bereits mit 13 nahm Parton ihre erste Platte auf und trat in Nashville auf. Einen wichtigen Rat bekam sie nach eigener Erzählung von Johnny Cash: Sie solle einfach ihrem Herzen folgen und Musik machen. Nach dem Schulabschluss zog sie 1964 endgültig nach Nashville, wo Country-Star Porter Wagoner sie förderte.

Der erste große Erfolg kam nach ihrem 21. Geburtstag mit dem Album Hello, I’m Dolly. Wegweisend wurde vor allem der Titel Dumb Blonde. Aus dem Image der üppig gestylten Blondine machte Parton über Jahrzehnte ihre Marke – mit viel Selbstironie. Kritik daran konterte sie regelmäßig mit Humor.

Zu ihren bekanntesten Liedern zählen Jolene, Nine to Five und I Will Always Love You – ein Song, der später auch in der Version von Whitney Houston weltweit berühmt wurde.

Mehr als 100 Millionen verkaufte Platten

Parton stieg zur Königin der Country-Musik auf. Sie beherrschte nach eigenen Angaben mehr als ein Dutzend Instrumente, nahm über 80 Alben auf und landete mehr als zwei Dutzend Nummer-eins-Hits. Hinzu kamen mehrere Grammys und zahlreiche weitere Auszeichnungen. Insgesamt wurden weltweit mehr als 100 Millionen ihrer Platten verkauft.

Sie war nicht nur Musikerin, sondern auch erfolgreiche Geschäftsfrau. Zu ihrem Imperium gehörten Restaurants, der Freizeitpark Dollywood und sogar eigene Perücken. Gleichzeitig galt sie als großzügige Förderin: Mit ihrer Organisation Imagination Library finanzierte sie Jahr für Jahr Millionen Bücher für Kinder und spendete hohe Summen für Bildung.

Privates Glück und ein schwerer Verlust

1966 heiratete Parton den Bauunternehmer Carl Dean, den sie in einem Waschsalon kennengelernt hatte. Das Paar blieb kinderlos. Dean hielt sich stets aus der Öffentlichkeit heraus. Rund um den Welthit Jolene wurde später spekuliert, eine Bankangestellte habe damals ein Auge auf ihren Mann geworfen.

Besonders schwer traf Parton der Tod ihres Mannes im März 2025 nach fast 60 Ehejahren. Öffentlich sagte sie später, sie habe monatelang keine neuen Texte schreiben können. Nur wenige Tage nach seinem Tod veröffentlichte sie den Song If You Hadn’t Been There als Erinnerung an ihn.

Zuletzt zunehmende gesundheitliche Probleme

In den vergangenen Monaten hatten sich die Hinweise auf gesundheitliche Probleme gehäuft. Ende September 2025 musste Parton mehrere für Dezember geplante Konzerte in Las Vegas absagen. Kurz darauf bat ihre Schwester Freida Fans öffentlich darum, für Dolly zu beten, nahm die Aussage später aber wieder etwas zurück. Auch einen Ehren-Oscar im vergangenen November konnte Parton nicht persönlich in Los Angeles entgegennehmen.

Erst im Mai hatte sie dann eine für September geplante Konzertreihe in Las Vegas abgesagt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen