Armin Mueller-Stahl erhält «Goldene Henne» für sein Lebenswerk
Der Schauspieler Armin Mueller-Stahl wird mit der «Goldenen Henne» für sein Lebenswerk geehrt. Wie Hubert Burda Media mitteilte, will der 95-Jährige die Auszeichnung an diesem Freitag persönlich bei der Gala in Leipzig entgegennehmen.
Erfolgreich in Ost und West – und später in Hollywood
Mueller-Stahl zählt zu den wenigen Künstlern, die sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik große Erfolge feiern konnten. Später machte er sich zudem in Hollywood einen Namen. Laut Mitteilung sagte er: «Ich stehe jetzt kurz vor meinem 96. Geburtstag und mein Lebenswerk steht kurz vor dem Abschluss. Dass es nun noch mal mit diesem schönen Preis gewürdigt wird, bedeutet mir sehr viel.»
Geboren wurde der Schauspieler am 17. Dezember 1930 im ostpreußischen Tilsit. Nach vielen Engagements auf der Bühne und im Film beeindruckte er unter anderem in «Nackt unter Wölfen» von 1963 unter der Regie von Frank Beyer. In dem Film, der auf dem Roman von Bruno Apitz basiert, verkörpert er einen KZ-Häftling, der gemeinsam mit anderen ein dreijähriges Kind im KZ Buchenwald vor der SS versteckt.
Der internationale Durchbruch gelang ihm 1989 mit «Music Box». Danach arbeitete er mit bekannten Regisseuren wie Barry Levinson («Avalon»), Jim Jarmusch («Night on Earth»), Steven Soderbergh («Kafka») und Volker Schlöndorff («Der Unhold»). Für seine Nebenrolle in «Shine» als Vater des australischen Pianisten David Helfgott erhielt er 1997 eine Oscar-Nominierung. Für seine Leistung in «Die Manns – ein Jahrhundertroman» wurde er 2001 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Gala in Leipzig mit prominenten Gästen
Verliehen wird der Medienpreis am 4. September in der Leipziger Messe. Die Gala wird live im Ersten übertragen und von Esther Sedlaczek sowie Florian Silbereisen moderiert.
In diesem Jahr wird der Publikumspreis in den Kategorien «Film & Fernsehen», «Entertainment», «Musik» und «Sport» vergeben. Geplant sind außerdem Auftritte von Helene Fischer, Take That und Michael Patrick Kelly.
Die Preisträgerinnen und Preisträger bekommen eine Skulptur in Form eines Vogels. Der Name des Preises erinnert an die 1991 gestorbene DDR-Entertainerin Helga «Henne» Hahnemann.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber