Alkoholfreier Sommerdrink mit Ohrwurm: Bibiza besingt Soda Zitrone
Getränke, die sogar einen eigenen Popsong haben, sind selten. Meist geht es dabei um alkoholische Klassiker wie Wildberry Lillet oder Aperol Spritz. Nun schafft es auch ein alkoholfreier Drink in diese Reihe: Soda Zitrone.
Mit der Zeile „Ich will ein Soda, nie wieder Cola“ sorgt der österreichische Musiker Bibiza in seinem Song „Soda Zitron“ derzeit für Aufmerksamkeit. Der Track entwickelte sich in den vergangenen Wochen zu einem kleinen, frischen Sommerhit mit Szenecharme.
Der Song ist auf dem Album „Rocknrollstar“ zu finden, dessen Titel stilisiert mit einem Stern geschrieben wird. In dieser Woche stieg das Werk direkt auf Platz 14 der deutschen Charts ein. Für den 27-jährigen Wiener Franz Bibiza ist das der bislang größte Album-Erfolg in Deutschland.
Ein Loblied auf ein einfaches Kultgetränk
In „Soda Zitron“ erzählt Bibiza von einer wilden Nacht und dem Wunsch nach Erfrischung am Morgen danach. Das Lied feiert ein Getränk, das in Österreich in kaum einem Café oder Gasthaus fehlt.
Soda Zitrone besteht aus kohlensäurehaltigem Wasser – also Sodawasser oder Mineralwasser – und frisch gepresstem Zitronensaft. Gerade im Sommer gilt es vielen als besonders unkompliziert und belebend.
Eine französische Variante ist das Citron pressé. Dort werden Zitronensaft und stilles Wasser oft getrennt serviert, sodass man selbst mischen und bei Bedarf auch süßen kann.
Bibiza zwischen Pop, Provokation und Offenheit
Bibiza wird mitunter als „Falco der Gen Z“ bezeichnet. Bereits im vergangenen Jahr tauchte er gemeinsam mit Ikkimel in den offiziellen deutschen Singlecharts auf. Der gemeinsame Song „Galopp“ erreichte damals Platz 93. Inhaltlich drehte sich das Stück – wie bei Bibiza häufiger – auch um Drogenkonsum.
Im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk äußerte sich der Künstler anerkennend über Ikkimel. Man habe sich vor einigen Jahren auf einem Festival kennengelernt und sich sofort gut verstanden. Er beschrieb sie als sehr klug, herzlich und bewundernswert.
Auch zum Thema Drogen sprach Bibiza offen. Er sagte, Substanzen könnten zwar reizvoll sein, wichtig sei jedoch ein bewusster und vorsichtiger Umgang. Man solle Maß halten, Risiken ernst nehmen und Substanzen prüfen lassen.
Gleichzeitig betonte er aber auch klar, dass Drogen grundsätzlich keine gute Idee seien. Musik, so Bibiza, solle ehrlich sein wie ein Tagebuch. Gerade deshalb könnten sich viele Menschen mit Kunst identifizieren. Mit dem neuen Album schlägt er nach eigener Aussage jedoch eine etwas andere Richtung ein – und singt lieber über „Zitronen“.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber