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Betrug! Ochsenknecht muss 34.500 Euro zahlen

Er wirkte schon gerettet – doch die Staatsanwaltschaft drehte alles. Jetzt trifft den Reality-Star eine saftige Strafe.

01.10.2026, 11:23 Uhr

Jimi Blue Ochsenknecht in Österreich wegen schweren Betrugs verurteilt

Jimi Blue Ochsenknecht ist in Österreich wegen schweren Betrugs schuldig gesprochen worden. Nach Angaben seines Anwalts wurde der 34-Jährige zu einer Geldstrafe von 34.500 Euro verurteilt. Das Urteil im Verfahren um eine jahrelang offene Hotelrechnung ist noch nicht rechtskräftig.

Tatsächlich muss Ochsenknecht aber nur noch weniger als 7.000 Euro bezahlen. Die Richterin rechnete ihm eine bereits entrichtete Geldbuße sowie die Haft aus dem Vorjahr auf die Strafe an.

Sein Verteidiger erklärte, nun müsse mit dem Mandanten über eine mögliche Berufung gesprochen werden. Zur Verhandlung erschien Ochsenknecht diesmal nicht persönlich. Das war zulässig, weil ihm kein Verbrechen, sondern lediglich ein Vergehen vorgeworfen wurde.

Die Richterin begründete das Urteil damit, der in Dubai lebende Angeklagte sei "jedenfalls nicht zahlungswillig gewesen". Laut Berichten sprach sie zudem von einem "Täuschungsmanöver". Der Anwalt hielt dagegen und bestritt einen Betrugsvorsatz. Nach seiner Darstellung habe Ochsenknecht damals über ausreichende liquide Mittel verfügt.

Geburtstagsfeier in Tirol führte zu offener Rechnung

Auslöser des Verfahrens war eine Geburtstagsfeier Ende 2021 in einem Vier-Sterne-Hotel in Tirol nahe der bayerischen Grenze. Dort hatte Ochsenknecht seinen 30. Geburtstag gefeiert. Die Rechnung belief sich auf knapp 14.000 Euro.

Beglichen wurde die Summe erst im Sommer 2025. Nach dpa-Informationen kam das Geld von Yeliz Koc, der Ex-Freundin Ochsenknechts und Mutter der gemeinsamen Tochter.

Zu diesem Zeitpunkt stand der Schauspieler bereits unter Druck: Ende Juni 2025 wurde er in Hamburg auf Grundlage eines Haftbefehls festgenommen. Danach erfolgte die Auslieferung nach Österreich, wo er gegen Kaution wieder freikam.

Prozess zog sich über mehrere Monate

Beim ersten Prozesstermin im August 2025 war Ochsenknecht noch selbst in Innsbruck erschienen. Damals entschuldigte er sich und übernahm die Verantwortung für die Angelegenheit, bekannte sich jedoch nicht schuldig. Nach Angaben seines Anwalts blieb er bis zuletzt bei dieser Haltung.

Zunächst hatte die Richterin auf ein Urteil verzichtet. Stattdessen sollte das Verfahren per Diversion beendet werden, verbunden mit einer Geldbuße von 18.000 Euro. Gegen diese Lösung ging die Staatsanwaltschaft jedoch erfolgreich vor. Deshalb wurde der Prozess fortgesetzt und nun mit einem Schuldspruch abgeschlossen.

Weitere Geldstrafe in anderem Fall

Bereits im März dieses Jahres hatte sich ein weiteres Gericht mit Ochsenknecht beschäftigt. Das Amtsgericht München teilte damals mit, dass er wegen einer zunächst nicht bezahlten Rechnung über 1.900 Euro für Essen und Getränke in Graz eine Geldstrafe zahlen müsse.

Dazu sagte Ochsenknecht später in einem Instagram-Video, er habe früher nicht alles richtig gemacht. Wörtlich erklärte er: "Ich arbeite charakterlich, beruflich an mir, finanziell an mir."

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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