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Alarm-Bericht: Eindringling in Høibys Wohnung gefasst

Vom Täter zum Opfer? Der Sohn der norwegischen Königin wurde nun ausgerechnet in seiner eigenen Wohnung angegriffen.

07.11.2026, 18:49 Uhr

Mann nach Vorfall an Wohnung von Marius Borg Høiby festgenommen

Nach einem Zwischenfall an der Wohnung von Marius Borg Høiby ist ein Mann festgenommen worden. Das berichtete die norwegische Nachrichtenagentur NTB unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst PTS, der für den Schutz der Königsfamilie zuständig ist.

Nach Informationen des Magazins Se og Hør soll der Mann in der Nacht auf Freitag in Høibys Wohnung auf dem Gelände der königlichen Residenz Skaugum bei Oslo eingedrungen sein und den 29-Jährigen gestoßen haben. Dem Bericht zufolge hielten sich Mitglieder der Königsfamilie nur wenige Hundert Meter entfernt im Haupthaus auf. Der Vorfall dürfte daher neue Fragen zur Sicherheit auf dem Anwesen aufwerfen.

Tür geöffnet, ohne die Lage zu kennen

Wie das Blatt unter Berufung auf eine anonyme Quelle weiter meldete, soll der Mann gegen Høibys Wohnungstür getreten und geschlagen haben. Høiby, der derzeit mit einer elektronischen Fußfessel im Hausarrest lebt, habe zu diesem Zeitpunkt Musik gehört und gemalt. Ohne zu wissen, was draußen vor sich ging, habe er die Tür geöffnet, um nachzusehen. Dabei soll sich der Mann Zutritt verschafft haben.

Nach dem Bericht gelang es Høiby jedoch, den Eindringling selbst wieder aus der Wohnung zu drängen. Anschließend alarmierte er die Sicherheitskräfte, die den Mann wenig später festnahmen. Inzwischen kam dieser wieder auf freien Fuß. Zu den Hintergründen des Vorfalls wurden zunächst keine weiteren Angaben gemacht.

Anwalt: Vorfall war beängstigend

Høibys Anwalt Alexander Greaker sagte der NTB, sein Mandant habe es als unangenehm und beängstigend empfunden, in den eigenen vier Wänden aufgesucht zu werden. Dort müsse man sich sicher fühlen können. Inzwischen gehe es Høiby aber wieder gut, zudem sei er dankbar, dass die Polizei schnell eingegriffen und geholfen habe.

Marius Borg Høiby
Marius Borg Høiby ist der Polizei dankbar, dass sie den mutmaßlichen Eindringling rasch festgenommen hat. (Archivfoto) Quelle: Heiko Junge/NTB Scanpix/AP/dpa

Marius Borg Høiby sitzt seit Februar in Untersuchungshaft, die er seit dem Sommer mit elektronischer Fußfessel im Hausarrest verbüßen darf. Ein Antrag auf Aufhebung der Haft blieb zuletzt auch in zweiter Instanz erfolglos.

Im Sommer war der Norweger wegen mehrerer Straftaten, darunter nach norwegischem Recht zwei Vergewaltigungen, zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Gegen das Urteil legte er Berufung ein. Der entsprechende Prozess soll im kommenden Februar beginnen. Dabei sollen unter anderem die Vorwürfe der Vergewaltigung sowie der häuslichen Gewalt gegen eine Ex-Freundin erneut verhandelt werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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