Leipzig dreht frühes 0:1 und schlägt Augsburg deutlich
RB Leipzig hat gegen den FC Augsburg den nächsten klaren Heimerfolg eingefahren. Trotz eines Rückstands nach wenigen Sekunden setzte sich die Mannschaft von Trainer Martín Demichelis mit 5:2 (3:1) durch. Es war bereits der fünfte Bundesliga-Heimsieg in Folge, dabei kommt Leipzig in dieser Serie auf ein Torverhältnis von 23:2. Augsburg wartet derweil seit sieben Partien auf einen Sieg.
Anton Kade brachte die Gäste schon in der 1. Minute in Front. Danach wendeten Ezechiel Banzuzi (34.) und Christopher Nkunku (35.) die Partie innerhalb kürzester Zeit. Noch vor der Pause erhöhte David Raum in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Im zweiten Durchgang sorgten Romulo (60.) und Christoph Baumgartner (66.) für die weiteren Leipziger Treffer vor 38.292 Zuschauern. Für Augsburg traf Uchenna Ogundu tief in der Nachspielzeit noch zum 2:5.
Nusa und Baumgartner zunächst draußen
Leipzig musste zunächst ohne seinen besten Scorer Antonio Nusa auskommen. Der Norweger war beim 2:3 in der Champions League gegen Manchester City mit muskulären Problemen vorzeitig ausgewechselt worden und saß zunächst nur auf der Bank. Auch Christoph Baumgartner wurde anfangs geschont. Dafür durften Tidiam Gomis und Nkunku beginnen.
Bei Augsburg änderte Manuel Baum, der ab Sommer 2023 für zwei Jahre als sportlicher Leiter im Nachwuchsbereich von RB tätig war, lediglich die Besetzung in der Spitze. Rodrigo Ribeiro erhielt den Vorzug vor Michael Gregoritsch.
Für den FCA bleibt Leipzig ein unangenehmer Gegner: In Leipzig gelang Augsburg bislang noch kein Sieg. Der einzige Zähler dort datiert aus dem März 2019. Insgesamt setzte sich RB nun in neun der vergangenen zehn Duelle durch.

Bitterer Start für Jubilar Orban
Besonders unglücklich begann das Spiel für Willi Orban, der sein 400. Pflichtspiel für RB bestritt. Nach nicht einmal einer Minute sprang sein Kopfball an den Körper von Arijon Ibrahimovic. Dessen flachen Abschluss konnte Maarten Vandevoordt noch abwehren, beim Nachschuss von Kade war der Torhüter jedoch machtlos. Es war das erste Leipziger Gegentor im eigenen Stadion in der Liga nach zuvor 18:0 Treffern.
Gruda bereitet die Wende mit vor
In der Folge reagierte Leipzig energisch. Augsburg blieb zwar über Umschaltsituationen gefährlich, und ein Treffer von Ribeiro in der 7. Minute zählte wegen Abseits nicht. Kurz darauf bekam FCA-Keeper Finn Dahmen einen wuchtigen Abschluss von David Raum ins Gesicht, konnte nach kurzer Behandlung aber weitermachen.
Leipzig erhöhte den Druck stetig. Augsburg verteidigte zunächst diszipliniert, doch vor allem über Brajan Gruda kam RB immer wieder zu Chancen. Der Offensivspieler, als einziger Leipziger von Jürgen Klopp in den DFB-Kader berufen, bereitete zunächst den Ausgleich vor: Banzuzi traf aus rund 20 Metern flach ins Eck. Nur wenig später verwertete Nkunku eine Gruda-Flanke per Volley zur Führung. Noch vor dem Halbzeitpfiff zirkelte Raum einen Freistoß sehenswert direkt in den Winkel.
Damit verspielte Augsburg bereits zum sechsten Mal in dieser Saison eine 1:0-Führung.
Leipzig macht nach der Pause alles klar
Direkt nach dem Seitenwechsel verhinderte Vandevoordt mit einer starken Parade per Kopf gegen Kade den möglichen Anschluss. Danach dominierte Leipzig die Partie deutlich. Beim 4:1 musste Romulo nach schönem Angriff nur noch einschieben. Kurz nach ihrer Einwechslung kombinierten sich dann auch Nusa und Baumgartner erfolgreich durch: Nusa legte auf, Baumgartner jagte den Ball in die kurze Ecke.
Mehr als das späte 2:5 durch Ogundu gelang Augsburg nicht mehr.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber