Fußball

Drama nach Notarzteinsatz: Burkardts Hacke erlöst Frankfurt

Last-Minute-Drama in Paderborn: Frankfurt jubelt spät – doch ein Notarzt-Einsatz im Fanblock überschattet alles.

07.11.2026, 17:36 Uhr

Burkardt rettet Frankfurt in Unterzahl einen Punkt in Paderborn

Eintracht Frankfurt hat sich in der Fußball-Bundesliga dank eines späten Treffers noch ein 2:2 beim SC Paderborn gesichert. Jonathan Burkardt erzielte in der dritten Minute der Nachspielzeit per Hacke den Ausgleich zum 2:2, nachdem Torhüter Noah Atubolu die Vorlage gegeben hatte. Besonders bemerkenswert: Frankfurt spielte da bereits mit einem Mann weniger, weil Elias Baum in der 75. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Überschattet wurde die Begegnung von einem medizinischen Zwischenfall im Gästeblock. Ein Frankfurter Anhänger stürzte dort nach unten, verletzte sich am Kopf und musste per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Aus Rücksicht verzichteten beide Fanlager während der gesamten Partie auf lautstarke Unterstützung. Auch der Stadionsprecher in Paderborn bat darum, die Stimmung gedämpft zu halten und sprach dem verletzten Fan seine Wünsche aus.

Frühe Führung, Paderborner Antwort

Sportlich erwischte Frankfurt den besseren Start. Lilian Brassier und Ritsu Doan sorgten früh für erste Abschlüsse. In der 23. Minute brachte dann Burkardt die Gäste in Führung. Doch Paderborn ließ sich davon nicht beeindrucken und fand mit intensivem Pressing immer besser ins Spiel.

Gabriel Vidovic prüfte Atubolu bereits in der 13. Minute mit einem sehenswerten Schuss, wenig später setzte Stefano Marino den Ball an die Latte. Der Ausgleich kurz vor der Pause war deshalb verdient: Raphael Obermair traf in der 45. Minute zum 1:1.

SC Paderborn 07 - Eintracht Frankfurt
Ritsu Doan von Eintracht Frankfurt wird vom Paderborner Mattes Hansen verfolgt. Quelle: Swen Pförtner/dpa

Chancen auf beiden Seiten

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen. Paderborn verpasste die Führung zunächst nur knapp, als Ruben Müller aus kurzer Distanz vorbeirutschte. Auf der Gegenseite hatten Fares Chaibi mit einem Pfostenschuss und Burkardt mit einer weiteren Gelegenheit gute Chancen für Frankfurt.

Trainer Adi Hütter reagierte in der 64. Minute mit personellen Wechseln und brachte unter anderem Younes Ebnoutalib sowie das 16 Jahre alte Talent Niko Ilicevic. Das nächste Tor fiel jedoch für die Gastgeber: Brassier brachte Marvin Pieringer im Strafraum zu Fall, den fälligen Elfmeter verwandelte Pieringer in der 73. Minute selbst zum 2:1.

Kurz darauf verschärfte sich die Lage für die Eintracht zusätzlich, als Baum mit Gelb-Rot vom Feld musste. Trotz Unterzahl stemmten sich die Frankfurter gegen die Niederlage – mit Erfolg. Nach einem Eckball in der Nachspielzeit verlängerte Atubolu per Kopf, Burkardt stand richtig und bugsierte den Ball mit der Hacke zum umjubelten Endstand ins Tor.

Besondere Note um Burkardt

Für Burkardt hatte der Doppelpack noch eine zusätzliche Bedeutung. Erst am Vortag war der Angreifer bei der Nominierung für die Nationalmannschaft leer ausgegangen. Bundestrainer Jürgen Klopp berücksichtigte stattdessen Frankfurts Sturmkollegen Ebnoutalib, der in Paderborn allerdings zunächst nur auf der Bank saß. Burkardt lieferte darauf die sportliche Antwort auf dem Platz.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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