Sport

Wellbrock macht’s wieder: Staffel-Titel, drittes Gold!

Was für ein EM-Finale: Deutschland holt Gold Nummer vier – und Wellbrock krönt sich mit Titel drei zum Star der Seine.

08.08.2026, 11:17 Uhr

Drittes Gold für Wellbrock zum Abschluss der Freiwasser-EM

Florian Wellbrock hat bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris auch zum Ende der Freiwasser-Wettbewerbe triumphiert und seine dritte Goldmedaille geholt. Gemeinsam mit Julia Ackermann, Isabel Gose und Oliver Klemet gewann er die Mixed-Staffel über 4×1,5 Kilometer vor Italien und Ungarn. Für das deutsche Team war es bereits der vierte Titel in der Seine, dazu kam einmal Bronze.

Nach dem Rennen winkte Wellbrock seine Teamkollegen zu sich, posierte mit ihnen für ein Siegerfoto mit Deutschland-Fahne und zog ein begeistertes Fazit. Deutschland sei nach dem WM-Titel nun auch Europameister in diesem Wettbewerb, sagte der 28-Jährige. Bundestrainer Bernd Berkhahn lobte den Auftritt ebenfalls und verwies darauf, dass Deutschland damit auch den Medaillenspiegel der Freiwasser-Wettbewerbe gewonnen habe.

Ackermann und Gose bringen Deutschland in Position

Die erst 19 Jahre alte Julia Ackermann behauptete sich zum Auftakt stark gegen die Konkurrenz bei den Frauen. Dem hohen Anfangstempo des Türken Emir Batur Albayrak konnte sie erwartungsgemäß jedoch nicht folgen und übergab mit 35 Sekunden Rückstand an Isabel Gose. Diese machte die Lücke in nur wenigen Minuten zu, setzte sich nach rund drei Minuten an die Spitze und brachte Deutschland gemeinsam mit Italien und Ungarn in eine hervorragende Ausgangsposition für eine Medaille.

Gose, die in Paris bereits den Knockout Sprint gewonnen hatte, hielt das deutsche Team damit klar auf Kurs. Wellbrock hatte zuvor schon Gold über fünf und zehn Kilometer geholt, Klemet Bronze auf der olympischen Zehn-Kilometer-Distanz.

Deutsche Männer liefern starke Antwort

Mit einem Rückstand von 1,2 Sekunden auf Italien schickte Gose anschließend Oliver Klemet ins Rennen, der über 10 Kilometer bereits Bronze gewonnen hatte. Er zeigte sofort, dass die deutschen Männer nach der überraschend verpassten Medaille im Knockout Sprint eine sportliche Antwort geben wollten. Klemet verschaffte dem Team eine klare Führung und wechselte mit 8,15 Sekunden Vorsprung auf Ungarn auf Schlussstarter Wellbrock.

Wellbrock sprach später von viel Druck auf seiner Schlussposition. Als letzter Schwimmer mit Führung auf die Strecke zu gehen, bringe Verantwortung mit sich, sagte er sinngemäß. Die Vorarbeit seiner Teamkollegen habe er nicht zunichtemachen wollen.

Wellbrock bleibt cool und macht den Sieg perfekt

In der letzten Runde erhöhten David Betlehem aus Ungarn und Gregorio Paltrinieri aus Italien noch einmal den Druck. Wellbrock blieb jedoch ruhig, vertraute auf seine Stärke und zog im Finale noch einmal davon. Berkhahn sagte hinterher mit einem Augenzwinkern, Wellbrock habe es erneut spannend gemacht. Kurz vor dem Ziel setzte sich der Deutsche entscheidend ab und machte den Staffel-Sieg perfekt.

Für Wellbrock war es ein besonders emotionaler Abschluss. Drei Medaillen und drei Titel bei dieser EM habe er sich vorher nicht erträumt, sagte er und sprach von großer Dankbarkeit. Anders als nach den Olympischen Spielen vor zwei Jahren verlässt er Paris diesmal mit vielen guten Erinnerungen.

Viel Zeit zum Feiern bleibt ihm allerdings nicht: Wellbrock reist direkt weiter nach Los Angeles, wo er bereits die Strecke der Sommerspiele 2028 testen will.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen