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Vor der Tour: Lipowitz lässt Slowenien staunen

Zwei Siege, Gesamtsieg – und das ausgerechnet bei Pogacar daheim: Setzt Lipowitz jetzt bei der Tour das nächste Ausrufezeichen?

21.06.2026, 15:37 Uhr

Lipowitz gewinnt Slowenien-Rundfahrt und sendet starkes Signal vor der Tour

Florian Lipowitz hat kurz vor dem Start der Tour de France seine starke Verfassung unter Beweis gestellt. Der deutsche Radprofi sicherte sich bei der Slowenien-Rundfahrt nicht nur zwei Etappensiege, sondern auch den Gesamterfolg. Auf der fünften und letzten Etappe über 169,4 Kilometer von Litija nach Novo mesto setzte er sich nach einer entschlossenen Attacke am Schlussanstieg solo ab und fuhr als Sieger ins Ziel.

Schon am Samstag hatte der 25-Jährige die schwere Königsetappe nach Kranjska Gora für sich entschieden. Damit feierte er seinen ersten Erfolg auf Profi-Niveau seit dem 9. Juli 2024. Danach zeigte sich Lipowitz zufrieden mit dem Auftreten seines Teams und seiner eigenen Leistung. Mit Blick auf die am 4. Juli beginnende Frankreich-Rundfahrt betonte er, dass nun zunächst etwas Erholung anstehe, seine Form aber stimme.

Gute Aussichten für die Tour de France

Der Fahrer des Red-Bull-Teams scheint damit bestens vorbereitet für das wichtigste Rennen des Jahres. Bei der Tour will Lipowitz an seinen Erfolg aus der vergangenen Saison anknüpfen, als er hinter Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard Gesamtdritter geworden war. Damals stand erstmals seit 2006 wieder ein Deutscher auf dem Podium in Paris.

In Slowenien fehlten einige seiner stärksten Rivalen, weshalb Lipowitz seine Chance konsequent nutzte. Die Vorentscheidung im Kampf um den Gesamtsieg fiel am extrem steilen Anstieg nach Trska Gora, der stellenweise bis zu 20 Prozent aufweist. Dort ließ er die Konkurrenz hinter sich und baute seinen Vorsprung danach weiter aus.

Lipowitz beschrieb die Schlussetappe als besonders kräftezehrend wegen der großen Hitze. Zugleich lobte er die Arbeit seiner Mannschaft, die den finalen Anstieg mit hohem Tempo vorbereitet habe. Als er sich an die Spitze setzte, riss sofort eine Lücke, die im weiteren Verlauf immer größer wurde.

Im Ziel betrug sein Vorsprung 24 Sekunden auf seinen neuseeländischen Teamkollegen Laurence Pithie. In der Gesamtwertung lag Lipowitz schließlich 42 Sekunden vor dem Italiener Giulio Pellizzari. Zusätzlich sicherte er sich auch noch den Sieg in der Bergwertung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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