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Vingegaard krönt sich zum Giro-König

Historischer Coup in Rom: Jonas Vingegaard holt erstmals den Giro – und schafft etwas, das nur ganz wenige Radstars erreichten.

31.05.2026, 19:12 Uhr

Vingegaard gewinnt den Giro und vollendet das Grand-Tour-Triple

Jonas Vingegaard hat die 109. Ausgabe des Giro d’Italia gewonnen und damit den nächsten großen Meilenstein seiner Karriere erreicht. Der 29 Jahre alte Däne feierte nach 21 kräftezehrenden Etappen in Rom seinen ersten Gesamtsieg bei der Italien-Rundfahrt.

Damit gehört Vingegaard nun zu den wenigen Profis, die alle drei großen Landesrundfahrten mindestens einmal gewonnen haben. Bereits 2022 und 2023 triumphierte er bei der Tour de France, im vergangenen Jahr holte er zudem den Gesamtsieg bei der Vuelta a España.

"Es ist unglaublich. Es ist etwas, von dem ich mein ganzes Leben geträumt habe", sagte der sichtlich bewegte Vingegaard nach dem Rennen. Im Ziel wurde er von seiner Familie empfangen. "Es ist ein besonderer Tag für mich."

Vingegaard nun in illustrer Runde

Mit diesem Erfolg reiht sich Vingegaard in einen exklusiven Kreis ein. Vor ihm hatten nur Jacques Anquetil, Felice Gimondi, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Alberto Contador, Vincenzo Nibali und Chris Froome mindestens einmal alle drei Grand Tours gewonnen.

Bei seiner Triumphfahrt durch Rom genoss Vingegaard gemeinsam mit seinen Teamkollegen die letzten Kilometer unweit des Circus Maximus. Nach der abschließenden 21. Etappe stand er souverän an der Spitze der Gesamtwertung. Er verwies den Österreicher Felix Gall mit 5:22 Minuten Rückstand auf Platz zwei. Rang drei ging an den Australier Jai Hindley aus dem deutschen Red-Bull-Team, dem 6:25 Minuten auf den Sieger fehlten.

Den Tagessieg auf der Schlussetappe sicherte sich der Italiener Jonathan Milan im Sprint und sorgte damit für einen Heimerfolg.

In den Bergen war Vingegaard nicht zu schlagen

Die letzte Etappe begann für den Träger des Rosa Trikots in entspannter Atmosphäre. Aus einem Begleitfahrzeug bekam Vingegaard unterwegs Fruchtgummis gereicht, von denen später auch andere Fahrer im Feld etwas abbekamen.

Sportlich hatte er seine Dominanz bereits am Vortag eindrucksvoll unterstrichen. Auf der schweren Bergetappe nach Piancavallo holte sich Vingegaard seinen fünften Etappensieg bei diesem Giro – und zugleich seinen fünften Erfolg an einem Berg. In den Bergen fand die Konkurrenz gegen den Dänen kein Mittel. Den einzigen weiteren Sieg bei einer Bergankunft für sein Team holte Sepp Kuss.

Wiedersehen mit Pogacar bei der Tour

Vingegaards großer Dauerrivale Tadej Pogacar war in diesem Jahr beim Giro nicht am Start. Dem Slowenen fehlt im Gegensatz zu Vingegaard noch ein Gesamtsieg bei der Vuelta. Zum nächsten direkten Duell der beiden Topstars kommt es voraussichtlich bei der 113. Tour de France, die am 4. Juli mit dem Grand Départ in Barcelona beginnt.

Dort werden auch der deutsche Vorjahres-Dritte Florian Lipowitz und das französische Talent Paul Seixas besonders im Blickpunkt stehen. Beide könnten versuchen, den beiden dominierenden Stars gefährlich zu werden.

Vingegaard sieht seine Zukunft bei Visma

Auch über seine weitere Karriere hat sich Vingegaard bereits klar geäußert. Einen Teamwechsel kann er sich nach eigenen Worten nicht vorstellen. Vielmehr geht er davon aus, seine Laufbahn beim Visma-Team zu beenden.

Zugleich deutete er an, dass seine Karriere wohl nicht bis in ein sehr spätes Radsportalter dauern werde. "Ich sehe mich auch nicht vor meinem 35. Lebensjahr noch fahren", sagte Vingegaard zuletzt am Ruhetag. Da er bald 30 wird, sei bis dahin zwar noch Zeit – an einen Wechsel denke er aber nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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