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Zehnkämpfer-Coup: Deutsches Doppelpodest

Frühe EM-Signale aus Götzis: Deutschlands Mehrkämpfer überraschen – und nach dem Olympia-Schock gelingt ein starkes Comeback.

31.05.2026, 18:26 Uhr

Neugebauer erstmals auf dem Podium in Götzis

Leo Neugebauer hat beim traditionsreichen Zehnkampf-Meeting in Götzis erstmals einen Platz unter den besten Drei erreicht. Der 25-Jährige kam mit 8.730 Punkten auf Rang zwei und verpasste seinen ersten Sieg in Österreich nur knapp. Vor ihm landete lediglich der Schweizer Simon Ehammer, der 48 Punkte mehr sammelte.

Niklas Kaul zeigte derweil erneut starke Nerven zum Abschluss. Wie schon im Vorjahr machte der ehemalige Weltmeister in den letzten beiden Disziplinen, dem Speerwurf und dem 1.500-Meter-Lauf, noch Boden gut und schob sich mit 8.528 Punkten auf Platz drei.

Neugebauer überzeugt auch am zweiten Tag

Nach einem gelungenen Auftakt präsentierte sich der deutsche Rekordhalter auch am zweiten Wettkampftag in guter Verfassung. Neugebauer bestätigte damit früh in der Saison seine starke Form und nährt ebenso wie Kaul die Hoffnungen auf ein erfolgreiches Abschneiden bei den Europameisterschaften vom 10. bis 16. August in Birmingham.

Neugebauer blickte bereits voraus auf die kommenden Monate: Nach Götzis stehen für ihn noch Starts in Ratingen und bei der EM in Birmingham auf dem Programm, möglicherweise folgt zum Saisonende noch ein Wettkampf in Talence. Kaul kündigte an, bis zur EM seine körperlichen Probleme auskurieren zu wollen, um dort wieder voll angreifen zu können.

Ehammer mit nächster Bestmarke

Für Simon Ehammer wurde das Meeting in Götzis zu einem weiteren Höhepunkt. Der Schweizer, der bereits im März in der Halle den langjährigen Siebenkampf-Weltrekord von Ashton Eaton verbessert hatte, setzte nun auch im Zehnkampf ein Ausrufezeichen. Mit 8,51 Metern im Weitsprung übertraf er seine eigene Weltbestleistung innerhalb eines Zehnkampfs.

Leichtathletik: Mehrkampf-Meeting in Götzis
Der Schweizer Simon Ehammer präsentierte sich beim Meeting in Götzis stark in Form. Quelle: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Weißenberg feiert starkes Comeback

Auch bei den Frauen gab es aus deutscher Sicht Grund zur Freude. Sophie Weißenberg meldete sich nach langer Zwangspause eindrucksvoll zurück. Die 28-Jährige aus Leverkusen belegte mit persönlicher Bestleistung von 6.449 Punkten den vierten Platz.

Besonders bemerkenswert ist ihr Ergebnis vor dem Hintergrund ihrer langen Leidenszeit: Nach dem Olympia-Drama, bei dem sie sich beim Aufwärmen die Achillessehne gerissen hatte, war sie mehr als 20 Monate außer Gefecht. Entsprechend emotional fiel ihre Reaktion aus.

Den Sieg holte sich die Schweizerin Annik Kälin, die mit 6.726 Punkten zudem einen neuen Landesrekord aufstellte.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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