Deutsche Mixed-Staffel bei Rad-WM ohne Medaille
Die deutsche Mixed-Staffel hat bei den Straßenrad-Weltmeisterschaften in Montreal die Medaillenränge klar verpasst. Auf dem 40,6 Kilometer langen Kurs kamen Maximilian Walscheid, Nikias Arndt, Jasha Sütterlin sowie Ricarda Bauernfeind, Antonia Niedermaier und Franziska Koch nur auf Rang fünf ins Ziel. Auf die drittplatzierte Schweiz fehlten am Ende 29 Sekunden.
Antonia Niedermaier zeigte sich nach dem Rennen enttäuscht, verwies aber auf das Pech im Wettbewerb. Ein Defekt sei nicht zu beeinflussen, so etwas könne immer passieren. Bei Ricarda Bauernfeind war früh die Kette abgesprungen, weshalb die deutschen Frauen den Großteil des Rennens nur noch zu zweit bestreiten mussten.
Den Weltmeistertitel sicherte sich Italien vor Frankreich, der Vorsprung betrug acht Sekunden. Für das deutsche Team ist das Ergebnis ungewohnt, denn in dieser Disziplin hatte es in den vergangenen Jahren regelmäßig Edelmetall gegeben: Gold 2021, Silber 2019 und 2024 sowie Bronze 2023. Besonders bitter bleibt das Rennen von Zürich vor zwei Jahren in Erinnerung, als lediglich 0,85 Sekunden zum Titel fehlten. Schon 2025 war eine Medaille wegen mehrerer Krankheitsfälle außer Reichweite geblieben.
Frühe Rückschläge bei Männern und Frauen
Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen verlor das deutsche Team früh jeweils einen Fahrer beziehungsweise eine Fahrerin. Nikias Arndt und Ricarda Bauernfeind konnten dem Tempo ihrer Teamkollegen nicht bis zum Ende folgen. Arndt sprach von einem harten Rennen und betonte, dass es immer vorkommen könne, dass jemand abreißen lassen müsse. Zudem sei der Kurs technisch anspruchsvoll gewesen, auch die Straßenverhältnisse seien teils schwierig gewesen. Immerhin lasse sich die Strecke auch mit zwei Fahrern noch ordentlich bewältigen.
Beim Wechsel lag Deutschland bereits 16 Sekunden hinter dem Bronzerang, auf Platz eins fehlten schon 28 Sekunden. Die Hoffnungen ruhten daher auf dem starken Frauen-Trio um Franziska Koch, die im Einzel bereits Bronze gewonnen hatte. Doch der frühe Defekt von Bauernfeind machte die Taktik zunichte.
Koch überzeugte vor allem auf dem letzten Streckenabschnitt mit einer starken Vorstellung, konnte den Rückstand aber nicht mehr entscheidend verkürzen. Sie sagte, sie sei schon nach drei Kilometern an ihre Grenzen gekommen. Wenn man dann nur noch zu zweit unterwegs sei, würden die Erholungsphasen deutlich kürzer. Nun gehe es darum, die richtigen Schlüsse für das nächste Rennen zu ziehen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber