Für Younes Ebnoutalib spielte Bundestrainer Jürgen Klopp eine entscheidende Rolle bei der Wahl für die deutsche Nationalmannschaft. Im DFB-Quartier in Herzogenaurach erklärte der Angreifer von Eintracht Frankfurt, die Einladung habe sich außergewöhnlich angefühlt. Klopp gehöre für ihn zu den besten Trainern der Welt und bringe viel positive Energie mit.
Der 23-Jährige wäre auch für Marokko spielberechtigt gewesen. Nach eigenen Angaben gab es dazu Gespräche mit Nationaltrainer Mohamed Ouahbi. Ausschlaggebend sei am Ende aber der Anruf aus Deutschland gewesen. Wenn Klopp sich melde, müsse man diese Chance nutzen, sagte Ebnoutalib.
Debüt gegen die Niederlande denkbar
Klopp nominierte den Stürmer für die ersten Partien der Nations League: am Donnerstag in Amsterdam gegen die Niederlande sowie drei Tage später in Augsburg gegen Griechenland. Im ersten DFB-Kader ist Ebnoutalib neben Kai Havertz der einzige etatmäßige Angreifer und darf deshalb auf sein erstes Länderspiel hoffen.
Ob und wie lange er eingesetzt wird, ist für ihn noch offen. Er wolle sich im Training bestmöglich präsentieren und hoffe auf viele Minuten auf dem Platz, erklärte der Frankfurter.
Für die Eintracht hat Ebnoutalib in den ersten vier Bundesliga-Spielen bereits vier Tore erzielt. Sein Vereinskollege Jonathan Burkardt wurde von Klopp für den zweiten Kaderblock nominiert. Dann trifft Deutschland am 1. Oktober in München auf Serbien und anschließend in Thessaloniki erneut auf Griechenland.
Klare Botschaft von Klopp
Die ersten Tage beim DFB haben Ebnoutalib nach eigenen Worten sehr beeindruckt. Schon in der ersten kurzen Ansprache habe Klopp deutlich gemacht, worauf es ankomme: die deutsche Nationalmannschaft mit Stolz zu vertreten, stets Vollgas zu geben und auch in schwierigen Phasen mit voller Überzeugung dabei zu sein.

Trotz seiner Entscheidung für Deutschland fühlt sich Ebnoutalib Marokko weiterhin eng verbunden. Er betonte, dass er beide Länder liebe und Marokko auch künftig fest die Daumen drücken werde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber