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Nach Schreckmoment: Zverev ist Platz eins ganz nah

Nach Sinners Aus ist Zverevs Traum zum Greifen nah: Mit einem Auftaktsieg rückt die Tennis-Weltnummer eins plötzlich ganz nah.

09.10.2026, 10:14 Uhr

Zverev meistert Auftakt in Shanghai trotz Schreckmoment

Alexander Zverev hat beim Masters in Shanghai die erste Hürde genommen und seine Chancen auf den Sprung an die Spitze der Weltrangliste weiter verbessert. Der 29 Jahre alte Hamburger setzte sich zum Start gegen den chinesischen Heimspieler Yibing Wu mit 6:4, 7:6 (7:4) durch.

Kurz vor Ende des zweiten Satzes wurde es allerdings brenzlig: Beim Stand von 5:5 knickte Zverev mit dem linken Fuß um. Nach einer kurzen Unterbrechung konnte er jedoch weiterspielen und die Partie erfolgreich beenden.

Nach dem Match erklärte Zverev, dass Wu mit enormem Risiko und viel Tempo gespielt habe. Gerade deshalb sei es schwierig gewesen, den Rhythmus des Spiels selbst zu bestimmen. Mit seinem Auftritt zeigte sich der Deutsche dennoch zufrieden.

Sportlich war es kein glanzvoller, aber ein souveräner Erfolg. Im ersten Durchgang gelangen Zverev lediglich zwei direkte Punktgewinne. Der zweimalige Grand-Slam-Sieger des Jahres, der 2026 bereits die French Open und die US Open für sich entschieden hat, liegt aktuell auf Rang zwei der Weltrangliste. In den kommenden Wochen dürfte er jedoch am Italiener Jannik Sinner vorbeiziehen.

Sinner hat seine Saison wegen anhaltender Kniebeschwerden vorzeitig beendet. Dadurch kann er seine Punkte aus dem Vorjahr im Saisonendspurt nicht mehr verteidigen.

Alcaraz und Shelton nur noch Außenseiter

Rechnerisch könnten Carlos Alcaraz aus Spanien und der Amerikaner Ben Shelton Zverev bis zum Jahresende noch überholen. Shelton gewann in Shanghai gegen den Deutschen Daniel Altmaier mit 6:3, 7:6 (8:6). Damit einer der beiden Zverev noch abfängt, müssten allerdings nahezu alle verbleibenden Turniere gewonnen und zusätzlich kleinere Events gespielt werden. Dieses Szenario gilt als äußerst unrealistisch.

Sollte Zverev in Shanghai mindestens das Halbfinale erreichen, wäre auch diese theoretische Gefahr gebannt. Gewinnt er das Turnier in China und steht anschließend in Wien ab dem 26. Oktober wenigstens im Halbfinale, würde er am 2. November erstmals die Nummer eins der Welt werden.

Damit würde Zverev in die Fußstapfen von Boris Becker treten, der bislang als einziger deutscher Tennisspieler bei den Männern an der Spitze der Weltrangliste stand.

Becker hatte Zverev bereits nach Sinners Rückzugsankündigung gratuliert. In einem Beitrag in den sozialen Medien schrieb der dreimalige Wimbledon-Sieger: „Herzlichen Glückwunsch, Sascha!!!“

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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