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Meistercheck & Transfers: Was Handball-Fans jetzt wissen müssen

Köster wechselt überraschend, Gidsel warnt eindringlich: Was die neue Handball-Saison jetzt brisant macht – alle Antworten.

25.08.2026, 08:21 Uhr

Start in die neue Handball-Bundesliga: Magdeburg erneut gejagt, Kiel setzt auf Neuanfang

In der Handball-Bundesliga richtet sich der Blick vor dem Saisonstart einmal mehr auf Titelverteidiger SC Magdeburg. Der THW Kiel will nach einer enttäuschenden Spielzeit zurück in die Spur finden und kann dabei auf einen prominenten Neuzugang bauen. Die Norddeutschen eröffnen die neue Runde am Donnerstag um 19.00 Uhr gegen den TBV Lemgo Lippe. Eine Stunde später trifft European-League-Champion MT Melsungen auf Pokalsieger Füchse Berlin. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Saison im Überblick.

Meisterfrage: Warum gilt Magdeburg als erster Anwärter?

SC Magdeburg:
Der deutliche Auftritt im Supercup gegen Berlin hat unterstrichen, warum Magdeburg erneut als größter Titelkandidat gehandelt wird. Für den SCM sprechen vor allem die Eingespieltheit des Kaders und die Erfahrung eines Teams, das in den vergangenen fünf Jahren dreimal Meister wurde. Dennoch musste Coach Bennet Wiegert wichtige Abgänge verkraften: Kapitän Christian O’Sullivan und Torhüter Sergey Hernández sind nicht mehr dabei. Als Ersatz kam der kroatische Nationalkeeper Dominik Kuzmanović.

Füchse Berlin:
Bei den Berlinern will Geschäftsführer Bob Hanning zwar nichts von einem Umbruchjahr hören, doch genau dieser Eindruck drängt sich auf. Welthandballer Mathias Gidsel äußerte bereits Sorgen, dass dem Team tragende Elemente verloren gegangen seien. Mit Lasse Andersson und Stammtorwart Dejan Milosavljev haben zwei Leistungsträger den Club verlassen, zudem fällt Nils Lichtlein verletzt aus. Die ganz großen Neuverpflichtungen kommen erst 2027, wenn Dika Mem und Simon Pytlick nach Berlin wechseln. Alles andere als ein Rückschritt gegenüber der Vorsaison wäre daher eine Überraschung.

Julian Köster
Wechselte von Gummersbach nach Kiel: Nationalspieler Julian Köster (Archivbild) Quelle: Philipp Szyza/dpa

THW Kiel:
Zum ersten Mal seit 33 Jahren ist der Rekordmeister nicht international vertreten. Unter dem neuen Trainer Börge Lund soll der Weg zurück an die Spitze gelingen. Mit Nationalspieler Julian Köster hat Kiel den wohl spektakulärsten Transfer des Sommers geschafft. Gleichzeitig sind Magnus Landin und Nikola Bilyk nicht mehr im Team. Für den ganz großen Angriff auf die Meisterschaft dürfte es wohl noch nicht reichen, doch Platz zwei scheint für die Mannschaft um Andreas Wolff realistisch.

SG Flensburg-Handewitt:
Seit 2019 wartet Flensburg auf die Meisterschaft – und die Durststrecke könnte weiter anhalten. Die SG muss mehrere namhafte Abgänge kompensieren. Kapitän Johannes Golla schloss sich MT Melsungen an, außerdem verließen Lukas Jörgensen und Kevin Möller den Club. Zu den wichtigsten Neuzugängen zählen der Däne Emil Bergholt und der Franzose Aymeric Minne. Das vielversprechende Brüderpaar Francisco und Martim Costa kommt allerdings erst 2027.

Was ist in dieser Saison neu?

Erstmals wird in der HBL mit einem einheitlichen Spielball gespielt. Die Liga verspricht sich davon einen höheren Wiedererkennungswert, mehr Identifikation und zugleich fairere, vergleichbare Bedingungen. Der neue Ball ist türkisblau gestaltet und enthält grafische Elemente der Meisterschale, in die auch die bisherigen Titelträger eingebunden sind. Für die 2. Bundesliga gibt es ebenfalls ein neues Modell, das sich optisch an der bekannten orangenen Farbwelt der Liga orientiert.

Welche Spitzenspiele stehen früh an?

Vor allem auf die Füchse Berlin wartet direkt zu Beginn ein anspruchsvolles Programm. Nach dem Auftakt gegen Melsungen geht es eine Woche später zum Rivalen nach Magdeburg. Am 13. September ist der VfL Gummersbach in Berlin zu Gast, am 18. Oktober folgt das Heimspiel gegen Flensburg-Handewitt. Auch im Norden kommt es früh zu einem Highlight: Das traditionsreiche Derby zwischen Kiel und Flensburg ist für den 26. September angesetzt.

Wo sind die Spiele zu sehen?

Dyn bleibt die wichtigste Plattform für Handball-Fans. Dort werden alle 306 Partien der Bundesliga gezeigt, dazu die Spiele der 2. Bundesliga, des DHB-Pokals und internationale Wettbewerbe auf Clubebene. Außerdem dürfen ARD, ZDF und die dritten Programme bis zu zwölf Spiele übertragen. Hinzu kommt Welt.TV, wo sonntags um 15.00 Uhr jeweils eine Begegnung live im Free-TV läuft.

Was kostet das neue Angebot?

Bei Dyn gibt es nun erstmals ein eigenes Handball-Abo für Neukunden. Dieses kostet 19,50 Euro pro Monat im Jahresabo oder 24,50 Euro in der monatlich kündbaren Variante. Das Paket "Dyn All Sports" mit Handball, Basketball, Hockey, Tischtennis und Volleyball bleibt ebenfalls im Angebot. Dafür werden 24,50 Euro pro Monat im Jahresabo beziehungsweise 29,50 Euro bei monatlicher Kündigung fällig.

Für neue Fans könnte der Einstieg damit teurer werden – je nachdem, welches Modell sie wählen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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