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Kann alles: Darum wird Mensik für Zverev so gefährlich

Zverevs nächster Gegner wirkt unscheinbar – doch Mensik könnte in Paris zur größten Falle für den Deutschen werden.

05.06.2026, 04:26 Uhr

Mensik trotzt Schmerzen und steht nun Zverev gegenüber

Ein Halbfinale gegen Alexander Zverev schien für Jakub Mensik zu Beginn der French Open noch in weiter Ferne. Zwar verwandelte der 20-jährige Tscheche in Runde zwei seinen Matchball, doch das über viereinhalb Stunden dauernde Duell bei 31 Grad hatte sichtbare Folgen: Direkt danach brach er auf dem Court zusammen, von Krämpfen geplagt, und signalisierte, dass er Hilfe braucht.

"In diesem Moment war ich einfach nur erleichtert, überhaupt noch auf den Beinen zu sein", sagte Mensik später. Dass er körperlich noch genug Reserven für mehrere weitere Partien haben würde, hätte er damals selbst kaum für möglich gehalten.

Vom Beinahe-Aus ins Halbfinale

Auch in der nächsten Runde sprach zunächst wenig für ihn: Gegen den australischen Top-Ten-Spieler Alex de Minaur verlor Mensik den ersten Satz klar mit 0:6. Dennoch gab er nicht auf. Mit großem Willen und viel Einsatz in der Regeneration kämpfte er sich tatsächlich bis ins Halbfinale des Pariser Sandplatzturniers. Dort wartet nun am Nachmittag (14.30 Uhr) Alexander Zverev – und der Deutsche sollte den jungen Tschechen keinesfalls unterschätzen.

Zuletzt stand Mensik etwas weniger im Rampenlicht als Rafael Jódar aus Spanien und der Brasilianer João Fonseca, die beide noch jünger sind. Sportlich wirkt er jedoch bereits einen Schritt weiter als die beiden Teenager.

Lob von früheren Größen

Tennis-Legende John McEnroe zeigte sich beeindruckt: Mensik bringe außergewöhnliches Ballgefühl und starke Technik mit und werde in den kommenden Jahren für viele Gegner äußerst unangenehm sein. Besonders überrascht habe ihn, wie beweglich und schnell Mensik trotz seiner Größe sei.

Der Sieger des Miami Masters 2025 überzeugt aber nicht nur mit seiner Athletik. Auch beim Return gehört er zu den Stärkeren, dazu sammelt er mit seinem 1,93 Meter großen Körperbau und einem kraftvollen Aufschlag viele leichte Punkte. Ex-Profi Mats Wilander lobte deshalb, dass Mensik ein Spieler sei, der praktisch keine Schwäche in seinem Spiel erkennen lasse.

Fragezeichen hinter der Fitness

Offen bleibt allerdings, wie belastbar sein Körper über die volle Turnierdistanz ist. Krämpfe begleiten Mensik immer wieder – selbst nach dem Viertelfinalerfolg gegen Fonseca waren sie noch Thema, sogar bei der anschließenden Pressekonferenz.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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