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Historisch! Antonelli ist jüngster Formel-1-Champion

Historischer Coup in Mexiko: Antonelli entthront Vettel als jüngsten F1-Champion – und seine Party hat es in sich.

01.11.2026, 23:24 Uhr

Antonelli ist Formel-1-Weltmeister und schreibt Geschichte

Kimi Antonelli hat sich zum neuen Weltmeister in der Formel 1 gekrönt. Der Mercedes-Pilot sicherte sich den Titel im Alter von 20 Jahren und 68 Tagen und ist damit der jüngste Champion seit Einführung der WM im Jahr 1950. Den bisherigen Rekord hielt Sebastian Vettel, der 2010 bei seinem ersten von insgesamt vier WM-Erfolgen bereits älter als 23 Jahre war.

Schon vier Rennen vor dem Ende der Saison machte der Italiener alles klar. Beim Grand Prix von Mexiko-Stadt fuhr Antonelli auf Rang drei und besiegelte damit vorzeitig seinen Triumph. Selbst ein neunter Platz hätte ihm bereits genügt. In der Liste der Titelträger folgt er auf Lando Norris, der sich im Vorjahr im McLaren die Krone gesichert hatte.

Konkurrenz ohne Chance

Vor dem Rennen galten Teamkollege George Russell und Rekordchampion Lewis Hamilton als letzte ernsthafte Verfolger in der Gesamtwertung. Nach dem Ergebnis in Mexiko können aber beide Antonelli nicht mehr abfangen. Damit ist der Mercedes-Fahrer der 36. Weltmeister der Formel-1-Geschichte.

Zugleich beendet er eine lange italienische Durststrecke: Als erster Fahrer aus Italien seit Alberto Ascari holt er den Titel. Ascari war in den Jahren 1952 und 1953 Weltmeister geworden. Für Mercedes ist es zudem der erste Fahrertitel seit dem WM-Erfolg von Hamilton im Jahr 2020.

Titelgewinn in der zweiten Saison

Bemerkenswert ist vor allem, dass Antonelli erst seine zweite Saison in der Formel 1 bestreitet. Sein Cockpit bei Mercedes hatte er übernommen, nachdem Hamilton zur Saison 2025 zu Ferrari gewechselt war.

Bereits am vergangenen Rennwochenende in Austin hatte Antonelli mit seinem neunten Saisonsieg die Grundlage für den Titel gelegt. Zwar reichte es dort noch nicht zur endgültigen Entscheidung, weil Russell und Hamilton mit den Plätzen acht und vier stark genug abschnitten. Dennoch baute Antonelli seinen Vorsprung in der Fahrerwertung auf 123 beziehungsweise 124 Punkte aus.

Schon damals hatte er betont, dass er sich nicht zu sehr mit möglichen Rechenspielen beschäftigen wolle. Ein WM-Titel sei zwar ein Traum, doch genau deshalb versuche er, nicht ständig daran zu denken.

Ruhig geblieben trotz Unterbrechung

In Mexiko begann das Wochenende für Antonelli nicht ganz reibungslos. Am Medientag fehlte er zunächst an der Strecke, weil er sich gesundheitlich nicht ganz fit fühlte. Im Qualifying rückte er dann durch eine Strafe gegen Max Verstappen auf und ging von Startplatz vier ins Rennen.

Während des Grand Prix musste seine mögliche Feier zunächst warten: Nach einem Unfall von Cadillac-Pilot Valtteri Bottas wurde das Rennen für rund 40 Minuten unterbrochen. Antonelli ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen, behauptete sich nach dem Neustart souverän und fuhr schließlich aufs Podest.

Vom Supertalent zum Champion

Mit insgesamt neun Grand-Prix-Siegen hat Antonelli diese Saison klar geprägt. Schon in seinem Debütjahr hatte er gezeigt, wie schnell er lernt und Rückschläge verarbeitet. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte ihn deshalb einmal als eine Art „KI-Agenten“ beschrieben.

Nun ist aus dem hochgelobten Talent endgültig ein Champion geworden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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