Fußball

Fürths 500. Sieg: Warum dieser Meilenstein zählt

500. Sieg, zittern bis zum Schluss: Fürths Joker sticht spät zu – und verrät danach, was für ihn besonders „cool“ war.

01.11.2026, 16:36 Uhr

Joker Aaron Keller hat der SpVgg Greuther Fürth mit seinem späten Tor den 500. Sieg in der 2. Fußball-Bundesliga beschert. Der 22-Jährige traf beim 1:0 (0:0) gegen Holstein Kiel in der 87. Minute und wurde damit zum entscheidenden Mann des Abends. "Es ist schon etwas Besonderes, wenn man an so einem historischen Moment beteiligt ist", sagte Keller nach der Partie.

Für Holstein Kiel war es im 400. Zweitliga-Spiel dagegen ein Rückschlag. Nach dem überraschenden Erfolg im DFB-Pokal gegen die TSG 1899 Hoffenheim gelang den Norddeutschen in Fürth kein weiterer Erfolg.

Vogel freut sich über historischen Erfolg

Fürths Trainer Heiko Vogel zeigte sich nach dem Schlusspfiff entsprechend zufrieden. Er lobte seine Mannschaft für einen wichtigen Erfolg, der nicht nur drei Punkte brachte, sondern auch einen besonderen Meilenstein markierte. Mit dem 500. Sieg sei der Spielvereinigung etwas gelungen, was zuvor noch keinem Club in der 2. Liga geglückt sei.

Lange Zeit sprach vieles für ein Remis

Vor 10.245 Zuschauern entwickelte sich eine intensive, aber über weite Strecken chancenarme Begegnung. Vieles deutete bereits auf ein torloses Unentschieden hin. Auch Keller, der erst in der 66. Minute eingewechselt worden war, sprach von einem typischen 0:0-Spiel. Letztlich habe eine glückliche, aber gut ausgespielte Szene den Unterschied ausgemacht.

Vogel bewies dabei auch bei den Wechseln ein gutes Gespür: Vorbereiter Dennis Srbeny stand erst zwei Minuten auf dem Platz, als er den entscheidenden Pass spielte.

SpVgg Greuther Fürth - Holstein Kiel
Es ging umkämpft zwischen Kiel und Fürth zur Sache. Quelle: Daniel Karmann/dpa

Kaum Höhepunkte vor der Pause

Die erste Hälfte passte insgesamt zum Tabellenbild beider Mannschaften. Klare Torchancen blieben Mangelware. Keller sagte, dass es für beide Teams schwer gewesen sei, gefährliche Aktionen herauszuspielen, und Möglichkeiten fast nur durch Zufälle entstanden.

Die beste Annäherung der Gastgeber gab es kurz vor der Pause. Nach einem Konter setzte Jannik Dehm Omar Sillah in Szene, doch der Fürther rutschte bei der Ballannahme weg, sodass auch diese Szene ohne echte Gefahr blieb.

Nach dem Wechsel wurde es lebhafter

In der zweiten Halbzeit nahm die Partie an Fahrt auf. Fürths Kapitän Felix Klaus verzog zunächst knapp über das Tor der Gäste (50.). Kurz darauf musste Fürths Torhüter Florian Hellstern gegen Adrian Kapralik stark eingreifen und bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand (53.).

Während die Fürther im ersten Durchgang leicht überlegen gewesen waren, drängte nach der Pause vor allem Kiel auf den Führungstreffer. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite.

Keller trifft wieder gegen Kiel

In der 87. Minute schickte Srbeny den gestarteten Keller auf die Reise. Der Mittelfeldspieler setzte sich ab und vollendete präzise ins lange Eck. Für Keller war es der erste Treffer seit Januar – damals hatte er ebenfalls gegen Kiel getroffen.

Mit einem Schmunzeln stellte der Torschütze fest, dass es gegen Holstein offenbar besonders gut für ihn laufe. Zugleich äußerte er die Hoffnung, diesmal nicht wieder so lange auf das nächste Tor warten zu müssen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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