Fußball

RWE vor Fürth-Coup: «Herzen der Fans erobert»

Ekstase an der Hafenstraße: RWE ringt Fürth nieder – doch Koschinat bremst vor dem alles entscheidenden Rückspiel.

23.05.2026, 11:29 Uhr

RWE vor dem Sprung in die 2. Bundesliga

Vor dem wichtigen Relegations-Hinspiel machten die Anhänger von Rot-Weiss Essen ihrer Mannschaft noch einmal Mut. Mit Rufen wie „Ihr könnt euch zu Legenden machen“ begleiteten sie das Team von Uwe Koschinat in die Partie. Nach dem 1:0-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth feierten Spieler und Fans gemeinsam den ersten Schritt Richtung Aufstieg.

Passend dazu trugen die Essener Profis T-Shirts, die sie von den Fans erhalten hatten. Darauf stand: „Rot-Weiss Essen – Keiner kann uns brechen“. Klar ist: Verliert RWE am Dienstagabend in Fürth nicht, ist die ersehnte Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt.

Große Euphorie an der Hafenstraße

Torhüter Jakob Golz zeigte sich nach der stimmungsvollen Kulisse beeindruckt. Wer bislang nicht an der Hafenstraße gewesen sei, habe nun gesehen, welche Energie dort entstehen könne, sagte er. Viele Fans würden die Mannschaft auch zum Rückspiel begleiten und so einen Teil der Atmosphäre mit nach Fürth nehmen. Für alle Daheimgebliebenen ist in Essen zudem ein großes Public Viewing geplant.

Trainer Uwe Koschinat betonte, seine Mannschaft habe sich die Unterstützung redlich verdient. Das Team habe die Menschen mit seiner Art begeistert, weil es in jedem Spiel alles investiere und das Herz auf dem Platz lasse. Gegen Fürth sei genau das wieder deutlich geworden.

Hüning stoppt Fürths Top-Stürmer

Die Partie war von vielen Zweikämpfen, hohem Einsatz und einer teils hektischen Spielweise geprägt. Essen agierte aggressiv und konsequent. Vor allem Ben Hüning überzeugte dabei mit einer starken Defensivleistung. Immer wieder stellte er sich den Duellen mit Fürths Torjäger Noel Futkeu und nahm dem Angreifer weitgehend den Einfluss auf das Spiel.

Rot-Weiss Essen - SpVgg Greuther Fürth
Mit Kampfgeist und Zusammenhalt will RWE in die 2. Bundesliga. Quelle: Federico Gambarini/dpa

Hüning selbst zeigte sich nach der Partie zufrieden. Solche direkten Duelle machten für ihn den Reiz des Fußballs aus, erklärte der Verteidiger. Für das Rückspiel hoffe er, Futkeu erneut aus dem Spiel nehmen zu können.

Schon am letzten Spieltag hatte Hüning mit seinem späten 3:2-Siegtreffer in Ulm maßgeblich dazu beigetragen, dass Essen überhaupt noch die Chance auf den Aufstieg bekam. Gegen Fürth überzeugte er nun vor allem in seiner eigentlichen Rolle als Abwehrspieler. Koschinat lobte ihn als äußerst ehrgeizigen Profi, dem gerade die Eins-gegen-eins-Situationen besonders liegen.

Koschinat warnt vor stärkerem Fürth im Rückspiel

Trotz des Vorteils aus dem Hinspiel rechnet Essens Trainer im Rückspiel mit einer offensiveren und gefährlicheren Fürther Mannschaft. Vor heimischer Kulisse werde der Zweitligist wahrscheinlich zielstrebiger auftreten und im Strafraum womöglich noch konsequenter agieren, so Koschinat.

Fürths Trainer Heiko Vogel machte deutlich, dass seine Mannschaft die Ausgangslage kennt und im Rückspiel alles riskieren müsse. Man werde erneut voll auf Angriff setzen.

Traumfreistoß sorgt für gute Ausgangsposition

Für den einzigen Treffer des Abends sorgte Torben Müsel, der bereits gegen Ulm doppelt getroffen hatte. Mit einem sehenswerten Freistoß brachte er Essen in eine vielversprechende Lage für das Rückspiel.

Trotz der Freude über den Sieg wollte bei RWE aber niemand voreilig feiern. Golz sprach von einem guten Gefühl, betonte aber zugleich, dass noch nichts entschieden sei. Auch Koschinat sieht das 1:0 lediglich als solide Basis – und als Ergebnis, das seine Mannschaft vor dem Rückspiel hochkonzentriert halten wird.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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