Fußball

Nürnbergs Rekordjäger stoppen Zoma – klares Zeichen!

Kloses Club jagt den Aufstieg: Nürnberg gleicht den Startrekord aus – und setzt mit einer Personalentscheidung ein Ausrufezeichen.

30.08.2026, 11:47 Uhr

Nürnberg startet perfekt – Klose bremst die Euphorie

Der 1. FC Nürnberg hat seinen starken Saisonauftakt in der 2. Bundesliga mit einem 4:1 gegen Arminia Bielefeld untermauert und steht nach drei Spieltagen mit der optimalen Ausbeute von neun Punkten an der Tabellenspitze. Nach dem Heimsieg unter Flutlicht feierten die Fans ihre Mannschaft ausgelassen, doch Trainer Miroslav Klose wollte daraus noch keinen Anspruch auf die Rolle eines Spitzenteams ableiten.

Der Weltmeister von 2014 sprach zwar von einem deutlich besseren Start als in den vergangenen beiden Jahren, blieb aber vorsichtig. Sein Team sei derzeit in einem guten Lauf, vieles funktioniere, und man trete mit wachsendem Selbstverständnis auf.

Starke Mischung aus Stabilität und Konsequenz

Aktuell präsentiert sich Nürnberg in guter Verfassung. Defensiv tritt die Mannschaft entschlossen und engagiert auf, offensiv nutzt sie ihre Möglichkeiten konsequent. Das sorgte gegen Bielefeld für einen am Ende klaren Erfolg, obwohl die Gäste über weite Strecken keineswegs deutlich schlechter waren.

Bielefelds Trainer Oliver Kirch erkannte vor allem die Zielstrebigkeit und Klasse des Gegners an. Nürnbergs Doppeltorschütze Adam Markhiev hob neben der Qualität auch den starken Teamgeist innerhalb der Mannschaft hervor.

Ganz fehlerfrei läuft es beim Club dennoch nicht. Torhüter Jan Reichert musste zwar erneut einen Gegentreffer hinnehmen – diesmal aus großer Distanz von mehr als 40 Metern –, war insgesamt aber wieder ein sicherer Rückhalt. Klose sieht bei seiner Mannschaft derzeit vor allem ein positives Momentum und eine gewisse Leichtigkeit im Spiel.

1. FC Nürnberg - Arminia Bielefeld
Topstürmer Mohamed Ali Zoma bleibt in Nürnberg. Quelle: Daniel Karmann/dpa

Zoma bleibt in Nürnberg

Besonders im Fokus steht Mohamed Ali Zoma. Der schnelle Angreifer, der vor einem Jahr aus der dritten italienischen Liga von UC AlbinoLeffe gekommen war, hat sich längst als wichtiger Offensivspieler etabliert. Nachdem er in der vergangenen Saison 14 Tore erzielt hatte, steht er in der laufenden Spielzeit bereits bei vier Treffern. Gegen Bielefeld brachte er Nürnberg nach einem starken Solo über einen halben Platz in Führung.

Kein Wunder also, dass Zoma auf dem Transfermarkt Begehrlichkeiten geweckt hat. Nürnberg soll für den 22-Jährigen mindestens 20 Millionen Euro als Ablöse angesetzt haben. Nun ist klar: In dieser Transferperiode bleibt der Stürmer beim Club. Sportvorstand Joti Chatzialexiou erklärte während des Spiels, der Angreifer sei nicht zu verkaufen.

Ein Signal im Aufstiegsrennen

Für Klose ist der Verbleib Zomas ein wichtiger Faktor. Er sprach von einer hervorragenden Nachricht für den gesamten Verein und zeigte sich überzeugt, dass dem Offensivspieler bei anhaltend starken Leistungen künftig viele Möglichkeiten offenstehen werden.

Dass Nürnberg seinen Torjäger hält, darf zugleich als Botschaft an die Konkurrenz verstanden werden. Vereine wie der VfL Wolfsburg, Hertha BSC oder der 1. FC Heidenheim dürften registriert haben, dass die Franken in dieser Saison offenbar mehr als nur eine ordentliche Rolle spielen wollen. Auf die Frage, ob die Entscheidung um Zoma als Zeichen zu verstehen sei, antwortete Klose sinngemäß, dass man das durchaus so sehen könne.

Klose mahnt zur Geduld

Trotz des perfekten Starts warnt der Trainer vor zu viel Euphorie. Die Saison sei noch lang, und entscheidend sei, weiterhin konsequent zu arbeiten. Auch Markhiev trat zunächst auf die Bremse, erlaubte sich dann aber mit einem Lachen eine kleine Kampfansage: Er glaube schon, dass andere Teams inzwischen etwas Respekt vor Nürnberg hätten.

Ob der starke Auftakt tatsächlich weiter Bestand hat, wird sich schon bald zeigen. Am kommenden Spieltag in Kiel kann der Club seinen vereinseigenen Startrekord aus der Saison 1999/2000 sogar übertreffen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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