Manuel Neuer hält Jonas Urbig für bereit, perspektivisch nicht nur beim FC Bayern München, sondern auch in der deutschen Nationalmannschaft die Nummer eins zu werden. Im Gespräch mit Sky erklärte der 40-Jährige, er habe großes Vertrauen in den 23 Jahre alten Torhüter. Urbig habe seine Qualität in allen Wettbewerben unter Beweis gestellt – in der Bundesliga, im DFB-Pokal und ebenso auf internationaler Bühne in der Champions League. Entsprechend sei sein Eindruck von ihm sehr positiv.
Neuer selbst war von Bundestrainer Julian Nagelsmann kurzfristig für die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko zurück in den DFB-Kader geholt worden. Urbig reiste zwar mit, gehörte aber lediglich als zusätzlicher Keeper für Training und Absicherung zum Aufgebot und stand nicht im offiziellen Torhüter-Trio um Neuer, Oliver Baumann und Alexander Nübel. Für die deutsche Mannschaft endete das Turnier enttäuschend mit dem Aus in der ersten K.-o.-Runde gegen Paraguay.
Neuer spricht über die Zeit nach dem WM-Aus
Nach dem frühen Scheitern sei er zunächst in ein Tief gefallen, sagte Neuer. Solch eine Enttäuschung müsse jeder Spieler für sich verarbeiten. Rückblickend sei es für ihn jedoch wichtig gewesen, die Karriere nicht sofort zu beenden. So habe er weiterhin Ziele im Profifußball vor Augen. Besonders bitter wäre es für ihn gewesen, wenn dieses WM-Spiel gleichzeitig sein letzter Auftritt als Profi gewesen wäre. Nach dem Turnier hatte Neuer seinen Abschied aus der Nationalmannschaft bestätigt.
Auch Jürgen Klopp traut Neuer in einer möglichen Rolle als Nachfolger von Nagelsmann beim DFB viel zu. Klopp bringe aus seiner Sicht herausragende Kompetenz mit und könne dem deutschen Fußball wichtige Impulse geben.
Zukunft beim FC Bayern und nach der Karriere
Beim FC Bayern besitzt Neuer noch einen Vertrag für die kommende Saison. Vieles deutet darauf hin, dass es seine 21. und womöglich letzte Spielzeit als Profi werden könnte. Ganz sicher sei ein Karriereende 2027 aber noch nicht, betonte er – auch wenn die Wahrscheinlichkeit dafür groß sei.
In München soll Neuer in dieser Saison zudem dabei helfen, Urbig weiter aufzubauen. Der frühere Fürther könnte deshalb künftig noch mehr Spielpraxis erhalten als zuletzt. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn möchte Neuer dem Fußball erhalten bleiben. Eine Trainerkarriere strebt er nach eigenen Worten derzeit zwar nicht unbedingt an, grundsätzlich wolle er der Branche aber verbunden bleiben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber