Fußball

«Fragil»? Klaus führt Fürth zum ersten Sieg!

Fragil, aber plötzlich voller Hoffnung: Fürths erster Saisonsieg in Cottbus könnte mehr verändern, als viele denken.

30.08.2026, 13:07 Uhr

Fürth feiert ersten Saisonsieg nach turbulenter Partie in Cottbus

Bei der SpVgg Greuther Fürth war die Erleichterung nach dem ersten Dreier der neuen Zweitliga-Saison deutlich zu spüren. Beim spektakulären 4:3 (1:1) auswärts bei Aufsteiger Energie Cottbus präsentierte sich das Team von Trainer Heiko Vogel vor dem Tor effizient und durfte anschließend tief durchatmen.

Kapitän und Doppeltorschütze Felix Klaus betonte nach der Partie in der Lausitz die Bedeutung des Erfolgs. Der Sieg sei für alle im Verein enorm wichtig. In den vergangenen Wochen habe die Mannschaft bereits ansehnlich gespielt, sich dafür aber nicht belohnt. Diesmal habe sich das Team das nötige Glück gemeinsam erarbeitet.

Früher Rückstand, starke Antwort

Vor 13.171 Zuschauern erwischte Cottbus den besseren Start. Lucas Copado brachte die Gastgeber schon in der 6. Minute in Führung. Fürth musste sich zunächst sammeln, fand aber noch vor der Pause die passende Antwort: Nachdem King Manu einen Elfmeter verursacht hatte, übernahm Klaus Verantwortung und traf in der Nachspielzeit der ersten Hälfte zum 1:1.

Dabei zeigte sich der Offensivspieler unbeeindruckt davon, dass er vor zwei Wochen im Franken-Derby noch einen Strafstoß vergeben hatte. Nach eigener Aussage war er dennoch überzeugt, diesmal zu treffen. Wer in guter Form sei, müsse sich solchen Situationen erneut stellen.

Direkt nach dem Seitenwechsel setzte Fürth nach. Klaus brachte erneut Gefahr in den Strafraum, Fousseny Doumbia lenkte den Ball dabei ins eigene Tor zum 2:1 für die Gäste (46.).

Energie Cottbus - SpVgg Greuther Fürth
Energie Cottbus beherrschte Fürth nur in der ersten halben Stunde. Quelle: Frank Hammerschmidt/dpa

Schlagabtausch in der Schlussphase

Später wurde es noch einmal richtig wild. Der eingewechselte Tolcay Cigerci sorgte in der 70. Minute für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Gastgeber. Doch Fürth schlug prompt zurück: Ole Pohlmann stellte nur eine Minute später auf 3:2 (71.), ehe Klaus zehn Minuten vor Schluss mit seinem zweiten Treffer des Tages auf 4:2 erhöhte.

Zwar kam Cottbus in der Nachspielzeit durch Leihspieler Dmytro Bogdanov noch einmal auf 3:4 heran (90.+4), doch für eine Wende reichte die Zeit nicht mehr.

Pohlmann sprach anschließend von einem kaum in Worte zu fassenden Gefühl. Der Aufwand der vergangenen Wochen sei groß gewesen, und die Mannschaft habe in vielen Spielen bereits gezeigt, welches Potenzial in ihr stecke. Diesmal habe sich das endlich auch im Ergebnis niedergeschlagen, obwohl gerade die erste Halbzeit spielerisch noch nicht den eigenen Ansprüchen entsprochen habe.

Vogel hofft auf Rückenwind

Nach der vergangenen Saison, in der der Abstieg erst in der Relegation verhindert worden war, sorgt der Erfolg nun erst einmal für etwas Ruhe bei den Franken. Mit vier Punkten aus den ersten drei Spielen liegt Fürth zum Saisonstart im Soll und kann mit mehr Gelassenheit nach vorne schauen.

Trainer Heiko Vogel zeigte sich nach dem Abpfiff entsprechend zufrieden. Solche Spiele müsse man am Ende für sich entscheiden, sagte er, und der Sieg könne nun eine Art Initialzündung für die kommenden Aufgaben sein. Nach dem personellen Umbruch sei vieles noch empfindlich und nicht voll gefestigt. Gegen diese Unsicherheit helfe vor allem eines: Siege. Den ersten habe sich sein Team nun geholt.

Die nächste anspruchsvolle Aufgabe wartet bereits am Sonntag, wenn Bundesliga-Absteiger 1. FC Heidenheim zum nächsten Gradmesser wird.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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