Fußball

Eberls Hoeneß-Antwort: Bleibe nur, wenn man mich will

Mitten im Pokaljubel sät Hoeneß Zweifel an Eberl – nach dem 3:0 gegen Stuttgart kontert der Bayern-Boss überraschend klar.

24.05.2026, 05:45 Uhr

Eberl reagiert irritiert auf Hoeneß-Aussagen zur eigenen Zukunft

Nach dem DFB-Pokalsieg des FC Bayern hat Sportvorstand Max Eberl auf die öffentlichen Aussagen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu seiner Zukunft beim deutschen Meister spürbar überrascht, zugleich aber sachlich reagiert. Eberl erklärte, er sei grundsätzlich bereit, seinen Weg in München fortzusetzen — wenn dies im Verein gewünscht sei. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis Mitte 2027, ob es darüber hinaus weitergeht, ist offen.

Vor dem 3:0-Erfolg der Bayern gegen den VfB Stuttgart im Finale in Berlin hatte Hoeneß Eberls Arbeit zwar positiv bewertet, sich bei einer möglichen Vertragsverlängerung jedoch nicht klar festgelegt. Stattdessen sprach der langjährige Bayern-Macher von einer Tendenz von „60 zu 40“ zugunsten einer Verlängerung und machte zugleich deutlich, dass es weiterhin Vorbehalte gebe.

Eberl: Zweifel sind offenbar vorhanden

Eberl nahm diese Worte nach dem Endspiel direkt auf. Wenn Hoeneß so etwas öffentlich sage, dann seien die angesprochenen Zweifel offenbar vorhanden, meinte der 52-Jährige. Zugleich betonte er, dass ihn der Zeitpunkt der Aussagen überrascht habe.

Der Sportvorstand zeigte aber auch Verständnis für die grundsätzliche Vorgehensweise des Kontrollgremiums. Es sei völlig normal, dass ein Aufsichtsrat abwäge, ob er mit einem Vorstandsmitglied weiterarbeiten wolle. Solche Überlegungen seien legitim.

Kritischer äußerte sich Eberl zur öffentlichen Form der Debatte. Ob es nötig sei, prozentuale Einschätzungen nach außen zu tragen, stellte er infrage. Außerdem sei der Tag des Finals aus seiner Sicht kein passender Moment für eine solche Diskussion gewesen. Auswirkungen auf die Mannschaft habe das allerdings überhaupt nicht gehabt, stellte er klar.

FC Bayern München - VfB Stuttgart
Max Eberl (M) feiert mit den Bayern-Spielern nach dem Münchner Finalsieg auf dem Platz. Quelle: Soeren Stache/dpa

Entscheidung wohl erst nach der Sommerpause

Mit Blick auf die kommenden Monate dürfte die Personalie Eberl beim FC Bayern weiter für Gesprächsstoff sorgen. Sollte es nicht zu einer Verlängerung kommen, wollte der Sportvorstand derzeit keine weitreichenden Konsequenzen ankündigen. Er müsse mit den Entscheidungen leben, die getroffen würden, sagte er, und betonte, dass sein Fokus weiterhin auf seiner Arbeit liege.

Hoeneß hob zugleich hervor, dass Eberl einen wichtigen Anteil am erfolgreichen Verlauf der Saison gehabt habe. Konkrete Gespräche über eine Verlängerung können allerdings frühestens ab dem 1. Juli aufgenommen werden, da Vorstandsverträge laut Vereinsregelung erst im letzten Vertragsjahr verlängert werden dürfen. Auch der Kontrakt von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen endet im Sommer 2027.

Hoeneß kündigt richtungsweisende Monate an

Nach dem Finale sprach Hoeneß von einer bevorstehenden Weichenstellung für den Verein. In zwei oder drei Monaten werde klarer sein, wie es personell weitergehe. Mit Eberls Arbeit sei man zwar sehr zufrieden, dennoch stehe im August eine grundlegende Entscheidung bevor.

Dabei gehe es laut Hoeneß auch um die künftige Ausrichtung des FC Bayern in einer Zeit nach Karl-Heinz Rummenigge und ihm selbst. Die Personen, die künftig Verantwortung tragen sollen, müssten deshalb mit besonderer Sorgfalt ausgewählt werden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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