Fußball

Eberl über Bayern-Deal: «Kein Geschenk!»

Zitterpartie bei Bayern: Max Eberl kämpfte um seinen Vertrag – jetzt verrät er, warum ihn das Votum des Aufsichtsrats stolz macht.

27.08.2026, 11:15 Uhr

Mit hörbarem Selbstbewusstsein hat Bayern-Sportvorstand Max Eberl über seine kürzlich verlängerte Zukunft beim FC Bayern gesprochen. Vor dem Auftakt der neuen Bundesliga-Saison betonte der 52-Jährige, wie viel ihm die Entscheidung bedeute. Zugleich stellte er klar, dass er die Verlängerung als Ergebnis seiner Arbeit sehe und nicht als bloße Gefälligkeit.

Der Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters um Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag sowohl Eberls Vertrag als auch den von Vorstandschef Jan-Christian Dreesen vorzeitig um zwei Jahre bis Mitte 2029 ausgedehnt. Eberl ist seit März 2024 als Sportchef im Amt und blickt nach eigenen Worten auf zwei sehr fordernde Jahre zurück. In dieser Zeit stand er immer wieder in der Kritik. Noch vor wenigen Monaten hatte Hoeneß öffentlich Zweifel geäußert und die Chancen auf eine Vertragsverlängerung nur mit 60 zu 40 eingeschätzt.

Anerkennung sammelte Eberl zuletzt vor allem durch eine aus seiner Sicht erfolgreiche Sommer-Transferphase. Vor dem Freitagsspiel gegen den VfB Stuttgart sagte er, dass starke Transfers für Verantwortliche im sportlichen Bereich entscheidend seien, wenn sie ihre Arbeit fortsetzen wollten. Genau das sei dem Verein zuletzt gelungen.

Zugleich erklärte Eberl, dass sich das Management-Handwerk zwar erlernen lasse, die Besonderheiten des FC Bayern aber nur aus dem Inneren des Clubs wirklich verstanden werden könnten. Den Verein müsse man erleben und mit voller Überzeugung fühlen. Besonders positiv wurde ihm dabei angerechnet, dass mit Nationalspieler Nathaniel Brown und dem marokkanischen WM-Teilnehmer Ismael Saibari zwei hochkarätige Neuzugänge für jeweils rund 50 Millionen Euro verpflichtet wurden.

Kaum noch Bewegung bei Neuzugängen

Auf der Einkaufsseite dürfte bis zum Ende der Transferfrist am 1. September nahezu nichts mehr passieren. Eberl sprach von einer Wahrscheinlichkeit von 99 Prozent, dass der Kader in dieser Hinsicht steht. Anders sieht es bei möglichen Abgängen aus. Dort könnte sich noch etwas tun. Als heißester Kandidat gilt Außenverteidiger Sacha Boey. Auch Arijon Ibrahimovic, der nach seiner Zeit in Heidenheim zurückgekehrt ist, könnte den Club noch verlassen. Nach der Vorbereitung scheinen die Einsatzchancen des 20-Jährigen geringer zu sein als zunächst erhofft.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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