FC Bayern will Bara Ndiaye fest verpflichten
Der FC Bayern München steht offenbar kurz davor, das Talent Bara Ndiaye dauerhaft unter Vertrag zu nehmen. Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler war in der Rückrunde bereits von Gambinos Stars Africa an die Münchner ausgeliehen. Perspektivisch soll er den Kaderplatz übernehmen, der zuletzt Leon Goretzka zugeordnet war. Wohin es Goretzka nach dem Auslaufen seines Vertrags zieht, ist bislang offen.
Einsatz schon im Trainingslager geplant
Sportdirektor Christoph Freund erklärte, es seien nur noch letzte Punkte zu klären. Er rechne aber damit, dass Ndiaye regulär mit der Mannschaft in die neue Saison geht. Auch beim Trainingslager am Tegernsee soll der Senegalese bereits dabei sein.
Medienberichten zufolge soll Ndiaye einen Vertrag bis 2031 erhalten. Die kolportierte Ablösesumme liegt demnach bei rund drei bis vier Millionen Euro. Sein bisheriger Klub Gambinos Stars Africa ist eine Fußballakademie aus Gambia, die seit 2023 mit Red & Gold Football zusammenarbeitet – einem Gemeinschaftsprojekt des FC Bayern und des Los Angeles FC.
Frühe Eindrücke beim FC Bayern und Station in Zürich
Schon 2025 hatte Ndiaye für zwei Monate bei den Bayern-Amateuren und der U19 mittrainiert und dabei auch erste Einheiten bei den Profis absolviert. Anschließend ging es für ihn im Sommer zu den Grasshoppers Zürich, wo er die Vorbereitung mitmachte. In Testspielen gegen Celta Vigo und den FC Bayern kam er ebenfalls zum Einsatz.
Vom unbekannten Talent zum WM-Kandidaten
In Europa war Ndiaye zunächst kaum bekannt, konnte sich jedoch mit starken Auftritten im Profitraining schnell empfehlen. Überraschend kam er so bereits auf vier Bundesliga-Einsätze für die Münchner. Sein Debüt bei den Profis feierte er am 11. April beim 5:0 gegen den FC St. Pauli.

Die überzeugenden Leistungen beim deutschen Rekordmeister brachten dem Mittelfeldspieler sogar einen Platz im WM-Kader des Senegal ein.
Fester Platz im Profikader vorgesehen
Beim FC Bayern ist Ndiaye künftig fest für den Profikader eingeplant. Hinter den gesetzten Kräften Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof soll er behutsam aufgebaut werden. Bischof hat inzwischen zudem die Rückennummer 8 übernommen, die zuvor Goretzka trug.
Trainer Vincent Kompany soll große Stücke auf das Nachwuchstalent halten und maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, den festen Wechsel voranzutreiben.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber