Fußball

1860 vor Absturz? Ismaik weckt neue Hoffnung

1860 München vor dem Absturz? Ausgerechnet eine kurze Ismaik-Botschaft lässt die Hoffnung auf den Liga-Verbleib wieder wachsen.

02.06.2026, 17:01 Uhr

TSV 1860 München darf weiter auf den Verbleib in der 3. Liga hoffen

Beim TSV 1860 München gibt es neue Hoffnung im Kampf um die Lizenz für die 3. Liga. Auslöser ist eine Mitteilung von Investor Hasan Ismaik, in der er sich zuversichtlich zeigt. Laut Süddeutscher Zeitung schrieb er: „Ich denke, wir bleiben in der dritten Liga, und jeder arbeitet besonders hart, um in der dritten Liga zu bleiben.“ Zugleich machte er deutlich, dass er hoffe, die „Löwen“ nicht erneut in der Viertklassigkeit zu sehen.

Reicht die Zeit für die Rettung?

Medienberichten zufolge fehlen den Münchnern weiterhin 2,7 Millionen Euro, um die Lizenzbedingungen zu erfüllen. Bis spätestens Mittwoch muss beim Deutschen Fußball-Bund die Zahlungsfähigkeit nachgewiesen werden. Gelingt das nicht, droht dem Traditionsverein der Absturz in die Regionalliga.

Die unsichere Lage erschwert auch die Planungen für die kommende Saison. Für Geschäftsführer Manfred Paula ist die Situation daher weiterhin kompliziert.

Juristische Fragen weiter offen

Hinter den Kulissen laufen dem Vernehmen nach weiterhin rechtliche Prüfungen. Dabei geht es laut Süddeutscher Zeitung auch darum, welche Forderungen Ismaiks akzeptiert werden können und welche womöglich aus rechtlichen Gründen gar nicht umsetzbar sind.

Auf einen früheren Streitpunkt hat die Investorenseite inzwischen verzichtet: Demnach verlangt sie nicht länger, dass der Stammverein im Fall eines Anteilsverkaufs auf sein Vorkaufsrecht verzichtet.

„Löwen“ wollen qualvolles Déjà-vu vermeiden

Sportlich haben sich die Münchner den Verbleib in der 3. Liga gesichert, doch wirtschaftlich bleibt die Lage angespannt. Der Club will unbedingt verhindern, dass sich das Szenario von 2017 wiederholt.

Damals hatte Ismaik nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die für die Drittligalizenz nötige Zahlung von rund zehn Millionen Euro verweigert. Der TSV 1860 musste daraufhin in der Regionalliga neu anfangen. Unter Trainer Daniel Bierofka gelang später die Rückkehr.

Ismaik, der sich seit Jahren kritisch zur 50+1-Regel äußert und mehr Kontrolle über den Verein anstrebt, stand dabei schon damals im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen.

Ismaik schlägt neues Finanzierungsmodell vor

Vor Kurzem hatte Ismaik auf Instagram bestätigt, bestehende Darlehensverträge gekündigt zu haben. Nach seinen eigenen Angaben hat er dem Verein inzwischen ein neues Finanzierungsmodell mit besseren Konditionen angeboten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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