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Eklat in Peking: Medwedew raus, Djokovic im Finale

Drama in Peking: Djokovic und Medwedew liefern ein irres Halbfinale – und das bizarre Ende glaubt man kaum.

05.10.2026, 16:17 Uhr

Djokovic nach Medwedew-Disqualifikation erneut im Peking-Finale

Novak Djokovic steht bei seinem Lieblingsturnier in Peking wieder im Endspiel – diesmal auf außergewöhnliche Weise. Im Halbfinale gegen Daniil Medwedew wurde der Russe gegen Ende des zweiten Satzes disqualifiziert, nachdem er nach einem verlorenen Punkt einen Ball ins Publikum geschlagen und dabei einen Zuschauer im Gesicht getroffen hatte. Der Besucher musste mit offensichtlichen Schmerzen von der Tribüne geführt werden.

Beim Stand von 7:5, 5:3 und 15:15 wurde Djokovic nach knapp zweieinhalb Stunden zum Sieger erklärt. Im Finale an diesem Dienstag trifft der 39 Jahre alte Serbe auf den Australier Alex de Minaur. In Peking bleibt Djokovic damit weiter ungeschlagen und verließ dort nun schon zum 33. Mal als Sieger den Platz.

So reagierten beide Spieler auf den Vorfall

Nach dem abrupten Ende zeigte sich Djokovic betroffen. Er sagte, er sei ein wenig geschockt, es tue ihm leid für den Zuschauer und er hoffe, dass dieser nicht verletzt sei. Zugleich äußerte er Mitgefühl für Medwedew. Er wisse genau, wie sich eine Disqualifikation in so einer Situation anfühle – auch mit Blick auf seine eigene Disqualifikation bei den US Open 2020.

Medwedew zeigte sich nach der Partie reumütig. Laut der französischen Zeitung L’Équipe entschuldigte sich der Russe bei dem getroffenen Zuschauer und erklärte, er wolle Kontakt zu ihm aufnehmen, falls dieser das wünsche. Zudem betonte Medwedew, es habe sich aus seiner Sicht eindeutig um einen Unfall gehandelt und nicht um eine absichtliche Aktion aus Wut.

Spannendes und skurriles Duell

Bis zur Disqualifikation lieferten sich beide Spieler ein hochklassiges und zugleich eigenwilliges Match. Djokovic, der im Viertelfinale Alexander Zverev bezwungen hatte, gewann den umkämpften ersten Satz nach 1:19 Stunden mit 7:5.

Im weiteren Verlauf war beiden Akteuren die Belastung deutlich anzusehen. Djokovic wirkte mehrfach angeschlagen und stützte seine Hände immer wieder auf die Oberschenkel. Medwedew schien ihm die Beschwerden jedoch nicht ganz abzunehmen und ahmte seinen Gegner zwischenzeitlich nach. Nachdem der Russe zum 2:4 sein Service verloren hatte, ließ auch er sich behandeln. Zwar gelang ihm danach das direkte Re-Break, doch kurz darauf gab er erneut seinen Aufschlag ab – und verlor wenig später auch die Kontrolle über seine Nerven.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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