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DEL-Start: So gut sind Bayerns Eishockey-Teams wirklich

DEL-Start mit fünf Bayern-Clubs: Wer greift nach dem Titel – und wer zittert schon früh um die Playoffs?

15.09.2026, 09:34 Uhr

DEL-Start: Bayerns Klubs nehmen neuen Anlauf auf die Spitze

In der Deutschen Eishockey Liga beginnt in dieser Woche die neue Saison. Nachdem in den vergangenen drei Jahren kein bayerisches Team mehr das DEL-Finale erreicht hat, wollen die fünf Clubs aus dem Freistaat diesmal wieder angreifen. Ein Überblick über die Lage bei München, Straubing, Ingolstadt, Nürnberg und Augsburg.

EHC Red Bull München

Für den EHC geht es direkt mit einer anspruchsvollen Aufgabe los: Am Freitag um 19.30 Uhr kommt es gegen Mannheim gleich zur Neuauflage des Halbfinals aus dem April. Damals war für die Münchner Endstation gegen den späteren Vizemeister. Trainer Oliver David erwartet deshalb sofort eine echte Standortbestimmung. Auch Sportdirektor Neville Rautert sieht das Team vom ersten Spieltag an voll gefordert.

Im Gegensatz zum Vorjahr gab es diesmal keinen großen personellen Umbruch, weshalb München erneut als ernsthafter Anwärter auf den Titel gilt. Prominentester Zugang ist Dominik Kahun, der nach Jahren in der NHL und einem anschließenden Engagement in der Schweiz zurückkehrt. Im Verein herrscht Zuversicht, weil auf der Entwicklung der vergangenen Saison aufgebaut werden kann. Kapitän Patrick Hager sieht die Mannschaft im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres bereits einen Schritt weiter.

Straubing Tigers

Straubing eröffnet die Saison schon am Donnerstag um 19.30 Uhr mit einem schweren Auswärtsspiel bei Meister Berlin. Die Vorbereitung verlief allerdings eher durchwachsen: Nur zwei von sieben Testspielen konnten gewonnen werden. Trainer Craig Woodcroft hatte dabei allerdings immer wieder mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen.

Im Sommer musste die Mannschaft einige Abgänge verkraften. Kapitän Mike Connolly hat seine Karriere beendet, dazu verließen Tim Fleischer und Elias Hede den Club. Vor allem im Angriff müssen diese Verluste aufgefangen werden. Hoffnungsträger ist unter anderem der erfahrene Kanadier Jean-Christophe Beaudin. An die starke vorige Hauptrunde mit 101 Punkten und Rang drei anzuknüpfen, dürfte jedoch schwierig werden.

ERC Ingolstadt

Auch in Ingolstadt blieb der Kader weitgehend zusammen. Die auffälligste Veränderung gab es auf der Torhüterposition: Mit Jonas Stettmer wechselte der Berliner Meistergoalie nach starken Playoffs zum ERC. Für ihn und seine neuen Kollegen beginnt die Saison am Freitag um 19.30 Uhr auswärts bei den Iserlohn Roosters.

An der Bande setzt Ingolstadt weiter auf Kontinuität. Mark French geht bereits in seine fünfte Spielzeit als Cheftrainer und ist damit der dienstälteste Coach der Liga bei ein und demselben Verein. 2023 führte er den ERC bis ins Finale gegen München. Nach seinem Sommer als Assistenztrainer der deutschen Nationalmannschaft bei der WM liegt der Fokus nun wieder voll auf der DEL. Das vorrangige Ziel bleibt die direkte Qualifikation für die Playoffs.

Nürnberg Ice Tigers

Die Nürnberger wollen das frühe Aus in den Pre-Playoffs hinter sich lassen und diesmal direkt die K.o.-Runde erreichen. Die Vorbereitung macht allerdings wenig Mut: Alle sieben Testspiele gingen verloren. Sportdirektor Stefan Ustorf und Trainer Mitch O’Keefe wissen daher, dass noch viel Arbeit bevorsteht. Zum Auftakt empfangen die Ice Tigers am Freitag um 19.30 Uhr die Augsburger Panther.

Ein besonderer Blick richtet sich auf Constantin Braun. Der 38-Jährige steht nach langer Pause vor seinem Comeback, nachdem ihn ein Achillessehnenriss seit Dezember 2025 außer Gefecht gesetzt hatte. Der ehemalige Berliner Meisterspieler bestreitet inzwischen seine 21. DEL-Saison. In der Offensive soll Neuzugang William Dufour wichtige Impulse liefern, fällt zum Saisonstart aber verletzt aus.

Augsburger Panther

In Augsburg rückte zuletzt weniger das Sportliche als die Gesundheit von Trainer Bill Peters in den Vordergrund. Der 60-Jährige war am Guillain-Barré-Syndrom erkrankt und musste ab Mitte Mai stationär behandelt werden. Durch das frühe Eingreifen verliefen Reha und Genesung positiv, sodass der Kanadier zum Trainingsauftakt wieder bei der Mannschaft sein konnte.

Sportlich haben die Panther nach Platz elf im Vorjahr personell kräftig umgebaut. Neu dabei sind unter anderem der frühere Nationaltorwart Tobias Ancicka aus Köln und Stürmer Trevor Parkes aus Dresden. Für Parkes ist es eine Rückkehr an den Ort, an dem seine erfolgreiche DEL-Zeit 2016 begonnen hatte. Das klare Ziel der Augsburger ist die Rückkehr in die Playoffs, die zuletzt 2019 erreicht wurden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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