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Kinder-Kluft: Osten klar hinter Westen

Mehr Kinder in Deutschland? Der Blick auf die Regionen überrascht – und im Vergleich zu den Nachbarländern wird’s brisant.

15.09.2026, 08:39 Uhr

Sachsen-Anhalt hat bundesweit den niedrigsten Kinderanteil

In Sachsen-Anhalt leben im Vergleich aller Bundesländer anteilig die wenigsten Kinder unter 14 Jahren. Den höchsten Kinderanteil verzeichnen hingegen Baden-Württemberg und Bremen. Das geht aus einer Auswertung des Statistischen Bundesamts zum Weltkindertag am 20. September hervor.

Deutschlandweit lebten zum Jahresende 10,8 Millionen Kinder unter 14 Jahren. Das entsprach 12,9 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Wie die Behörde mitteilte, unterscheidet sich die Altersstruktur je nach Region deutlich. Im Jahr 2025 lagen Baden-Württemberg und Bremen mit jeweils 13,4 Prozent an der Spitze. Dahinter folgten Hamburg und Bayern mit jeweils 13,2 Prozent. Am unteren Ende stand Sachsen-Anhalt mit 11,2 Prozent. Danach kamen Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit jeweils 11,3 Prozent.

Im Zehnjahresvergleich ist der Kinderanteil in Deutschland leicht gestiegen. 2015 lag er noch bei 12,3 Prozent, damals lebten 10,1 Millionen Kinder unter 14 Jahren im Land. Langfristig zeigt sich jedoch laut Statistikern ein anderer Trend: Im Zuge des demografischen Wandels ist der Anteil von Kindern über Jahrzehnte eher gesunken. 1975 waren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands noch 19,6 Prozent der Bevölkerung jünger als 14 Jahre, 1995 waren es 15,1 Prozent.

Für die Europäische Union liegen bislang nur Zahlen zu Beginn des Jahres 2025 vor. Demnach lag der Kinderanteil im EU-Schnitt mit 13,3 Prozent über dem deutschen Wert. Den höchsten Anteil hatte Irland mit 17,0 Prozent. Auch Schweden und Frankreich wiesen überdurchschnittlich viele Kinder unter 14 Jahren auf. Am niedrigsten war der Anteil in Italien mit 10,9 Prozent, gefolgt von Malta und Portugal.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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