Seahawks setzen gegen Chiefs ein Ausrufezeichen
Die Seattle Seahawks haben das NFL-Topspiel gegen die Kansas City Chiefs klar für sich entschieden. Mit dem 20:3 (10:0) vor heimischem Publikum fügten die Titelverteidiger dem Team um Star-Quarterback Patrick Mahomes im sechsten Saisonspiel die erste Niederlage zu.
Ausschlaggebend war vor allem die starke Defensive der Seahawks. Mahomes brachte es lediglich auf 165 Passing Yards und leistete sich zudem einen Ballverlust. Auch Kenneth Walker III, der in der Vorsaison noch mit Seattle den Titel geholt hatte und inzwischen für Kansas City spielt, blieb mit nur 35 erlaufenen Yards weitgehend wirkungslos.
In der Offensive sorgte bei Seattle besonders Jaxon Smith-Njigba für Akzente. Kurz vor der Halbzeit stellte er mit einem Touchdown auf 10:0. „Uns war bewusst, wie bedeutend dieses Spiel gegen ein Team wie Kansas City ist. Für uns hatte es Playoff-Charakter“, sagte der Passempfänger danach.
St. Brown jubelt erneut, Steelers siegen in Paris
Amon-Ra St. Brown durfte mit den Detroit Lions ebenfalls feiern. Gegen die Green Bay Packers gelang Detroit mit einem 20:17 (10:7) der vierte Sieg im sechsten Spiel. Der deutsche Wide Receiver kam auf 153 Yards nach Pässen und stellte damit seinen bisherigen Saisonbestwert auf. Zum entscheidenden Mann wurde Jake Bates, der mit auslaufender Uhr ein Field Goal aus 22 Yards zum Sieg verwandelte.
Auch die Pittsburgh Steelers waren erfolgreich. Sie gewannen das erste reguläre NFL-Spiel in Paris gegen die New Orleans Saints mit 16:10 (13:10). Vor 78.488 Fans im Stade de France warf der 42-jährige Quarterback Aaron Rodgers im zweiten Viertel einen Touchdown-Pass auf Darnell Washington zur zwischenzeitlichen 10:3-Führung. Nach der Pause machte Chris Boswell mit zwei erfolgreichen Field Goals den Erfolg perfekt.

Ein starkes Comeback gelang zudem den Cincinnati Bengals im Duell mit den Baltimore Ravens. Zur Halbzeit lag Cincinnati noch 0:13 zurück, drehte die Partie aber eindrucksvoll und gewann am Ende mit 35:13. Quarterback Joe Burrow warf in der zweiten Hälfte vier Touchdown-Pässe auf vier unterschiedliche Receiver.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber