Wüst nennt in Debatte um Bundespräsidentenamt keinen Favoriten
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) will sich in der Diskussion über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bislang nicht auf eine bestimmte Person festlegen. Im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur sagte der Vorsitzende des größten CDU-Landesverbands, es gebe zahlreiche sehr geeignete Persönlichkeiten für dieses Amt.
Besonders hob Wüst hervor, dass Deutschland über starke Frauen verfüge, die die Aufgaben einer Bundespräsidentin nicht nur überzeugend erfüllen, sondern dem Amt auch dauerhaft ihren Stempel aufdrücken könnten.
Zuvor hatten mehrere einflussreiche Unionspolitiker Unterstützung für die CSU-Politikerin Ilse Aigner signalisiert, darunter auch alle drei ostdeutschen CDU-Regierungschefs. Rückhalt kommt zudem aus SPD und Grünen für die Präsidentin des bayerischen Landtags. Die CSU setzt sich bereits seit Monaten für ihre Kandidatur ein.
Nach Ansicht von Wüst hat das Amt des Bundespräsidenten gerade in der aktuellen Lage besonderes Gewicht. Wichtig sei jetzt, den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung zu geben, das Vertrauen in die staatlichen Institutionen zu stärken und den inneren Zusammenhalt des Landes zu fördern.
Über die Nachfolge Steinmeiers entscheidet die Bundesversammlung am 30. Januar 2027. Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender Friedrich Merz hatte sich bereits für eine Frau an der Spitze des Staates ausgesprochen, bislang jedoch keinen Namen genannt. Mit einer Entscheidung wird zu Beginn der kommenden Woche gerechnet.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber