Bei einem Gala-Dinner der Hauptstadtpresse mit US-Präsident Donald Trump in einem Hotel in Washington ist es zu einem schweren Sicherheitsvorfall gekommen. Ein Mann stürmte durch eine Sicherheitsschleuse im Vorraum, wurde von Sicherheitskräften überwältigt und zu Boden gebracht. Während des Einsatzes fielen Schüsse, Trump wurde umgehend von seinen Personenschützern in Sicherheit gebracht.
Was bislang bekannt ist
- Bei der Veranstaltung waren neben Trump und First Lady Melania Trump auch mehrere Kabinettsmitglieder anwesend, darunter Verteidigungsminister Pete Hegseth und Außenminister Marco Rubio. Zudem nahmen Vizepräsident JD Vance sowie zahlreiche Journalistinnen, Journalisten und weitere Gäste teil.
- Während der Präsident auf der Bühne saß, waren plötzlich laute Knallgeräusche zu hören. Erst im Nachhinein wurde klar, dass es sich um Schüsse handelte.
- Im Saal brach daraufhin Chaos aus. Schwer bewaffnete Sicherheitskräfte stürmten den Raum, während Trump, Melania Trump und weitere Regierungsmitglieder binnen Sekunden von der Bühne gebracht wurden.
- Nach Angaben des Präsidenten blieb die Regierungsspitze unverletzt. Ein Sicherheitsbeamter wurde jedoch angeschossen. Dank seiner schusssicheren Weste sei sein Zustand den Umständen entsprechend gut, sagte Trump.
- Ein Sprecher des Secret Service teilte später mit, der verletzte Beamte habe das Krankenhaus inzwischen wieder verlassen können.
- Trump und die Sicherheitsbehörden erklärten, der Angreifer habe die Sicherheitsschleuse im Vorraum des Hotels durchbrochen, bevor ihn Beamte überwältigten. Laut Polizei wurde der Mann selbst nicht angeschossen.
- Nach Angaben des Secret Service wurde der Verdächtige bereits „beim ersten Kontakt“ gestoppt.
- Nach Polizeiangaben hatte der Mann eine Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe sowie mehrere Messer bei sich.
- Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass es sich offenbar um einen allein handelnden Hotelgast handelte. Weitere Verdächtige gibt es demnach nicht.
- Das Gala-Dinner wurde nach dem Vorfall abgebrochen. Trump zufolge soll die Veranstaltung später nachgeholt werden, möglichst innerhalb von 30 Tagen.
- Der mutmaßliche Täter soll am Montag einem Gericht vorgeführt werden. Geplant sind demnach Anklagen wegen des Einsatzes einer Schusswaffe bei einer Gewalttat sowie wegen tätlichen Angriffs auf einen Bundesbeamten unter Verwendung einer gefährlichen Waffe. Weitere Vorwürfe könnten hinzukommen.
Was noch unklar ist
- Zunächst blieb offen, wie viele Schüsse insgesamt fielen und von wem sie genau abgegeben wurden. Journalisten vor Ort berichteten von einem Schusswechsel.
- Offiziell bestätigte Angaben zur Identität des Täters liegen bislang nicht vor. Trump sprach lediglich von einem „sehr kranken Mann“ aus Kalifornien.
- Unklar ist zudem, wen der Angreifer konkret ins Visier genommen hatte. Trump deutete an, dass möglicherweise er selbst das Ziel war.
- Auch zum Motiv gibt es bisher keine gesicherten Erkenntnisse. Auf Nachfrage sagte Trump lediglich, er gehe nicht von einem Zusammenhang mit dem Iran-Krieg aus.
- Ebenfalls offen ist, ob es bei der Veranstaltung Sicherheitslücken gab. Mehrere Anwesende hatten die Schutzvorkehrungen demnach bereits kritisiert.
Quelle: dpa/bearbeitet
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion