Markus Kauczinski sprach nach dem Schlusspfiff von einem verrückten Spiel. Nach dem 3:2 (0:0) des TSV 1860 München gegen den SSV Ulm in der 3. Liga sagte der Löwen-Coach, dass Partien zum Saisonende oft völlig offen seien und es schon zur Pause auch 5:5 hätte stehen können.
In den ersten 45 Minuten standen zunächst die beiden Keeper im Mittelpunkt: Thomas Dähne auf Münchner Seite und Christian Ortag bei den Gästen hielten ihre Teams im Spiel. Nach der Pause wurde es dann vor 15.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion deutlich turbulenter. Fünf Treffer fielen noch, und Kauczinski fand, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel entschlossener und effizienter war. Deshalb sei der Sieg verdient gewesen, erklärte er bei MagentaSport.
Erlösender Sieg nach langer Durststrecke
Nach zuletzt sechs Spielen ohne Erfolg durfte 1860 am 35. Spieltag endlich wieder einen Sieg feiern. Kauczinski betonte, seine Mannschaft habe insgesamt gezeigt, dass sie diese Partie unbedingt gewinnen wollte — auch, um den eigenen Fans nach einer aufwühlenden Woche noch einmal ein gutes Heimspiel zu liefern. Zu den Themen der vergangenen Tage gehörte unter anderem das bestätigte Vertragsende von Kapitän Jesper Verlaat.
Für die Führung sorgte Tim Danhof in der 74. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß. Sein Trainer zeigte sich begeistert und lobte dessen Qualitäten ausdrücklich. Nur drei Minuten später legten die Münchner nach: Sigurd Haugen traf nach Vorarbeit des eingewechselten Florian Niederlechner zum 2:0 und erzielte damit bereits seinen 15. Saisontreffer.
Kurz darauf musste Ulms Niko Vukancic mit Gelb-Rot vom Platz (80.), sodass die Gastgeber in Überzahl weiterspielen konnten.
Spannende Schlussphase trotz komfortabler Lage
Den dritten Treffer für die Löwen markierte Niederlechner in der 85. Minute mit einem sehenswerten Lupfer. Es war sein drittes Saisontor, und auch dieser Treffer gefiel Kauczinski ausgesprochen gut.
Trotzdem wurde es in der Schlussphase noch einmal unnötig eng. Der bereits dezimierte SSV Ulm kam durch Elias Löder in der 83. Minute und Evan Brown in der Nachspielzeit (90.+3) noch zu zwei Anschlusstreffern. So geriet der Münchner Erfolg am Ende noch einmal ins Wanken.
Danhof sagte anschließend, dass die Mannschaft froh sei, das Spiel über weite Strecken der zweiten Halbzeit eigentlich sehr souverän gestaltet zu haben — auch wenn es in den letzten Minuten noch einmal hektisch wurde.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion