Politik

Schock um Giuliani: Trumps Gefährte im Krankenhaus

Vom Trump-Vertrauten zum Skandalfall: Was trieb Ex-Bürgermeister Giuliani nach der Wahlniederlage 2020 wirklich an?

04.05.2026, 02:07 Uhr

Rudy Giuliani in Florida im Krankenhaus

Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani liegt nach Angaben aus den USA in einem Krankenhaus in Florida. US-Präsident Donald Trump erklärte in sozialen Netzwerken, der 81-Jährige befinde sich in kritischem Zustand. Mehrere amerikanische Medien berichteten unter Berufung auf Giulianis Sprecher Ted Goodman, Giuliani werde in einer Klinik in einem „kritischen, aber stabilen Zustand“ behandelt.

Zu den Gründen für den Krankenhausaufenthalt und dazu, wie lange Giuliani bereits dort ist, wurden zunächst keine Einzelheiten bekannt. Goodman schrieb auf X, Giuliani sei ein „Kämpfer“, der allen Herausforderungen mit großer Entschlossenheit begegne. Er bat zudem um Gebete für den ehemaligen Bürgermeister.

Vom angesehenen Bürgermeister zum umstrittenen Trump-Vertrauten

Giuliani galt einst als eine der bekanntesten politischen Figuren der USA. Von 1994 bis Ende 2001 stand er an der Spitze von New York und prägte die Stadt auch während der Terroranschläge vom 11. September 2001. Unterstützer nannten ihn damals den „Bürgermeister Amerikas“.

Später wurde er zu einem engen Verbündeten von Donald Trump und unterstützte ihn bereits im Präsidentschaftswahlkampf 2016. Nach Trumps Niederlage bei der Wahl 2020 blieb Giuliani an dessen Seite. Als persönlicher Anwalt des Republikaners spielte er eine wichtige Rolle bei der Verbreitung nicht belegter Vorwürfe eines angeblichen Wahlbetrugs.

Juristische Probleme und Verlust der Anwaltslizenz

In den vergangenen Jahren geriet Giuliani zunehmend unter Druck. Neben mehreren Rechtsstreitigkeiten sorgte er auch durch ungewöhnliche öffentliche Auftritte für Schlagzeilen. Ende 2023 wurde er in einem Verfahren wegen seiner falschen Behauptungen rund um die Wahl zu hohen Schadenersatzzahlungen verurteilt. Kurz darauf meldete er Insolvenz an. 2024 verlor er außerdem im Bundesstaat New York seine Zulassung als Anwalt.

Trump stellt sich erneut hinter Giuliani

Trump hatte erst im September angekündigt, Giuliani mit der Presidential Medal of Freedom auszeichnen zu wollen, der höchsten zivilen Ehrung der US-Regierung. Auch jetzt stellte sich der Präsident öffentlich hinter seinen langjährigen Verbündeten. Auf seiner Plattform behauptete Trump erneut, Giuliani habe in Bezug auf die Vorwürfe zum Wahlbetrug „bei allem recht gehabt“, und warf den Demokraten einen ungerechten Umgang mit ihm vor. Abschließend schrieb Trump: „So traurig.“

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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