Helsing präsentiert neues Luftverteidigungssystem
Der Münchner Rüstungs- und Softwareanbieter Helsing erweitert sein Portfolio um Systeme zur anspruchsvollen Flugabwehr. In Berlin stellte das Unternehmen das neu entwickelte Luftverteidigungssystem Contra sowie die beiden Lenkflugkörper AD-1 Inferno und AD-2 Ambush vor. Nach Angaben des Herstellers sind die neuen Waffen dafür ausgelegt, auch strahlgetriebene Angriffsdrohnen und Marschflugkörper abzufangen.
Beim AD-1 Inferno handelt es sich laut Helsing um einen besonders schnellen, strahlgetriebenen Flugkörper. Er soll längere Zeit in der Luft verbleiben, im Verbund mit anderen Flugkörpern eingesetzt werden können und Ziele mehrfach angreifen. Der AD-2 Ambush ist dagegen für schnelle Abfangeinsätze vorgesehen und wird von einem Feststoffraketenmotor angetrieben. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt laut Unternehmen bei Mach 2,5, also ungefähr 3.000 Kilometern pro Stunde, bei einer Reichweite von mehr als 20 Kilometern.
Helsing begründete die Entwicklung mit der zunehmenden Produktion russischer Drohnen mit Strahlantrieb sowie neuer Marschflugkörper. Das System Contra sei speziell darauf ausgerichtet, solchen Bedrohungen zu begegnen.
Nach Unternehmensangaben bündelt die Plattform Sensoren und Abfangmittel in einem gemeinsamen Luftlagebild. Dadurch solle es möglich sein, Hunderte bis Tausende Drohnen und Flugkörper gleichzeitig zu erfassen und zu bekämpfen. Zudem sei das System offen angelegt, sodass sich weitere Komponenten innerhalb weniger Tage einbinden lassen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber