Der AfD-Bundestagsabgeordnete Reinhard Mixl will beim bayerischen Landesparteitag in drei Wochen gegen den bisherigen Landesvorsitzenden Stephan Protschka antreten. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erklärte Mixl, dass er auf dem am 20. Juni in Passau beginnenden Parteitag für den Vorsitz des Landesverbands kandidieren werde. Zunächst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet. Auch Protschka, ebenfalls Bundestagsabgeordneter der AfD, bestätigte laut dem Bericht seine erneute Kandidatur.
Mixl begründete seinen Schritt mit dem Ziel, den Landesverband zusammenzuführen und die Zusammenarbeit innerhalb der Partei zu verbessern. Bayern stehe vor bedeutenden politischen Aufgaben, die nur mit Einigkeit, professionellem Auftreten und einer klaren politischen Linie erfolgreich bewältigt werden könnten, sagte er.
Die Bewerbung Mixls ist vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen innerhalb der bayerischen AfD zu sehen. Die Bild sprach in diesem Zusammenhang von einem Machtkampf und einer Kampfkandidatur.
Mixl will Fokus auf gemeinsame Arbeit legen
Nach eigenen Worten möchte Mixl parteiinterne Konflikte in den Hintergrund rücken und stattdessen die politische Arbeit stärker in den Mittelpunkt stellen. Es gehe ihm darum, alle Mitglieder einzubinden und wieder stärker auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten. Geschlossenheit, gegenseitige Wertschätzung und eine sachliche Zusammenarbeit müssten Vorrang vor internen Streitigkeiten haben. Nur ein geeinter Landesverband könne die Interessen der Menschen in Bayern wirksam vertreten.

Zudem kündigte Mixl an, das politische Profil des Landesverbands klarer herauszuarbeiten, Zielsetzungen zu präzisieren und Positionen verständlich sowie überzeugend nach außen zu vertreten.
Für seine Kandidatur präsentierte er nach eigenen Angaben ein Team mit dem Landtagsabgeordneten Dieter Arnold und dem Bundestagsabgeordneten Tobias Teich. Gemeinsam wolle man Verantwortung übernehmen und den Landesverband organisatorisch wie politisch weiterentwickeln. Darüber hinaus stellte Mixl in Aussicht, insbesondere die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Landesvorstands stärker zu professionalisieren.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion