Eisbären Berlin vor erneuter DEL-Meisterschaft
Die Eisbären Berlin stehen im Finale der Deutschen Eishockey Liga dicht vor der erfolgreichen Titelverteidigung. Nach den beiden Auftaktsiegen gewann das Team aus der Hauptstadt auch die dritte Partie der Best-of-seven-Serie gegen die Adler Mannheim mit 5:1 (1:1, 2:0, 2:0). Maßgeblichen Anteil daran hatte Eric Mik, dem gleich drei Treffer gelangen.
Bereits am Donnerstag um 19.30 Uhr können die Berliner vor eigenem Publikum den insgesamt zwölften Meistertitel perfekt machen. Mannheim steht dagegen mit dem Rücken zur Wand: Um die Serie noch zu drehen, müssten die Adler nun vier Spiele nacheinander gewinnen. Ein Comeback nach einem 0:3-Rückstand hat es in einem DEL-Finale bislang noch nie gegeben.
Vor der Begegnung hatte Berlins Verteidiger Eric Hördler bereits ein intensiveres Spiel erwartet. Mannheim werde es nicht akzeptieren, in der Serie zurückzuliegen und erneut stark unter Druck gesetzt zu werden, sagte er. Den Berlinern sei deshalb klar gewesen, dass die Partie noch umkämpfter werden würde.
Frühes Aus für Wissmann und Heim
Vor 13.600 Zuschauern begann die Partie gleich mit einer folgenreichen Szene. Kai Wissmann, der schon im ersten Finalspiel mit einer Fünf-Minuten-Strafe plus Spieldauer belegt worden war, checkte nach nur 21 Sekunden seinen früheren Teamkollegen Maximilian Heim mit der Schulter am Kopf. Heim musste angeschlagen in die Kabine, Wissmann erhielt erneut dieselbe Strafe. Für beide Spieler war das Spiel damit frühzeitig beendet.
Die daraus resultierende Überzahl nutzten die Gastgeber konsequent: Marc Michaelis brachte Mannheim bereits in der 3. Minute in Führung. Berlin zeigte sich davon jedoch nur kurz beeindruckt. In einer schnellen und intensiven Begegnung fanden die Eisbären rasch zurück ins Spiel und kamen durch Eric Mik in der 11. Minute zum Ausgleich.
Mannheim, das ohne seinen besten Playoff-Torschützen Justin Schütz antreten musste, drängte in der Folge auf die erneute Führung. Immer wieder war jedoch Berlins Torhüter Jonas Stettmer zur Stelle und verhinderte weitere Treffer der Adler.
Berliner setzen sich nach der Pause ab
Nach dem ersten Drittel bestimmten die Eisbären zunehmend das Geschehen. Vor den Augen von NHL-Profi Moritz Seider, einst selbst für Mannheim im Einsatz, hatten die Adler zunächst große Mühe, sich aus der Berliner Druckphase zu befreien. Lester Lancaster erzielte in der 25. Minute das 2:1 für die Gäste. Kurz vor der zweiten Pause legte erneut Mik nach und erhöhte in der 39. Minute auf 3:1.
Im Schlussdrittel sorgte Berlin dann endgültig für klare Verhältnisse. Eric Mik vollendete seinen Dreierpack mit dem 4:1 in der 51. Minute und schrieb damit DEL-Geschichte: Es war der erste Final-Hattrick eines Verteidigers überhaupt. Nur 28 Sekunden später traf auch Liam Kirk zum 5:1-Endstand.
Damit fehlt den Eisbären nur noch ein weiterer Erfolg, um die Meisterschaft erneut nach Berlin zu holen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion