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Maibaum geklaut: Bayreuther OB zahlt Bier und Spanferkel

Riesig, schwer und eigentlich völlig nutzlos – und trotzdem ist der Maibaum jedes Jahr heiß begehrt. Warum ausgerechnet in Bayreuth die Diebe jetzt einen überraschenden Triumph feiern, liest sich fast zu verrückt, um wahr zu sein.

28.04.2026, 18:06 Uhr

Maibaum in Bayreuth nach Diebstahl zurückgebracht

Die Aufstellung des Maibaums in Bayreuth kann wie geplant stattfinden. Wie die Stadt mitteilte, haben die Diebe den in einer Nacht-und-Nebel-Aktion vom städtischen Bauhof entwendeten Baum an Oberbürgermeister Thomas Ebersberger zurückgegeben.

Für die Herausgabe erhielt die Gruppe aus dem nahegelegenen Tressau die geforderte Auslöse: 100 Liter Bier, darunter 10 Liter alkoholfreies, sowie ein Spanferkel. Der Oberbürgermeister erklärte dazu, die Stadt werde die Forderung akzeptieren und bezahlen.

Der rund 20 Meter lange Maibaum war seit September auf dem Gelände des Bauhofs gelagert worden. Am Donnerstag soll er nun von städtischen Mitarbeitern in der Fußgängerzone aufgestellt werden.

Das Maibaum-Aufstellen in Bayern, Österreich und Südtirol hat vermutlich Wurzeln in alten, vorchristlichen Frühlingsbräuchen. Dazu gehört auch der traditionelle Maibaum-Diebstahl. Dabei geht es in der Regel nicht um materiellen Gewinn, sondern um eine symbolische Aktion. Weil ein gestohlener Maibaum kaum einen praktischen Nutzen hat, verlangen die Diebe üblicherweise eine Brotzeit oder Getränke als Gegenleistung.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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