Der Vatikan hat im Streit um drei ältere Nonnen im österreichischen Goldenstein einen Vermittler eingeschaltet. Der 34-jährige Salzburger Erzabt Jakob Auer soll nach Angaben aus dem Umfeld der Unterstützerinnen eine Lösung erarbeiten, damit die über 80 Jahre alten Ordensfrauen in dem Kloster bleiben können, das sie derzeit bewohnen. Zunächst hatte darüber die kirchliche Nachrichtenagentur Kathpress berichtet.
Schwester Bernadette, Schwester Regina und Schwester Rita waren im September aus dem ihnen zugewiesenen Seniorenheim ausgezogen und in das leerstehende Kloster im Schloss Goldenstein bei Salzburg, unweit der bayerischen Grenze, zurückgekehrt. Dort hatten sie zuvor viele Jahrzehnte gelebt und möchten nun auch ihren Lebensabend verbringen. Ihre Rückkehr führte jedoch zu einem Konflikt mit dem für die Schwestern zuständigen Ordensvertreter, Propst Markus Grasl.
Gespräche nach monatelangem Stillstand
Nachdem es über Monate keine direkte Verständigung zwischen Grasl und den Nonnen gegeben hatte, wurde Auer nun als Assistent von Grasl mit der Vermittlung betraut. Ein Sprecher von Grasl sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Gespräche hätten begonnen, und es gebe Zuversicht, dass eine Einigung möglich sei.
Grasl hatte den Ordensfrauen bereits angeboten, in Goldenstein wohnen zu dürfen. Die drei Schwestern lehnten dies jedoch ab, weil er dafür Bedingungen gestellt hatte: Sie sollten sich aus den sozialen Netzwerken zurückziehen, keine Anwälte einschalten und auf die Unterstützung früherer Klosterschülerinnen verzichten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion