Bosch plant, in den kommenden fünf Jahren rund 200 Millionen Euro in seine Tochter Bosch Business Innovations zu stecken. Damit sollen neue Geschäftsideen entstehen, Start-ups aufgebaut und gezielt bis zur Marktreife entwickelt werden. Zugleich will der Konzern auf diesem Weg zusätzliche Geschäftsmodelle für das eigene Unternehmen erschließen, wie Bosch in Stuttgart mitteilte.
Im Rahmen der Konzernstrategie hat die Tochtergesellschaft mehrere Bereiche festgelegt, in die zunächst bevorzugt investiert werden soll. Dazu zählen vor allem softwarebasierte Produktion, medizinische Fernüberwachung sowie Technologien zur Abscheidung, Nutzung und Speicherung von Treibhausgasen. In den nächsten Jahren sollen weitere Felder hinzukommen. Bis 2030 strebt Bosch an, 20 erfolgreiche Start-ups hervorzubringen.
Bosch stand zuletzt wirtschaftlich unter Druck
Der Bedarf an neuen Wachstumsideen kommt für Bosch nicht ungelegen. Der weltweit größte Autozulieferer hatte die eigenen Ziele zuletzt verfehlt und 2025 erstmals seit der Finanzkrise 2009 wieder Verluste verbucht. Ausschlaggebend dafür waren unter anderem milliardenschwere Kosten für den Stellenabbau sowie hohe Steuerbelastungen.
Nach Unternehmensangaben fehlt es Bosch in mehreren Bereichen inzwischen an Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb setzt das Management auf einen harten Sparkurs und baut sowohl Personal als auch Strukturen ab, um den Konzern wieder auf Kurs zu bringen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion